Frauen und Kinder bei NATO-Luftangriffen getötet
Aktualisiert

Frauen und Kinder bei NATO-Luftangriffen getötet

Bei Luftangriffen der NATO sind im Süden des Landes erneut zahlreiche Zivilpersonen ums Leben gekommen, darunter Frauen und Kinder.

Zunächst griffen mutmassliche Taliban-Rebellen Polizeiposten in der Provinz Helmand an, wie der dortige Polizeichef, Mohammad Hussein Andiwal, am Freitag mitteilte.

Anschliessend sei es am Donnerstagabend im Bezirk Gereschk zu Kämpfen gekommen, die Aufständischen hätten in Privathäusern Schutz gesucht. Die NATO-Soldaten forderten den Angaben zufolge Luftunterstützung an. Bei den Luftangriffen seien 20 mutmassliche Taliban und 25 Zivilpersonen getötet worden, sagte der Polizeichef. Unter den Opfern waren nach seinen Angaben neun Frauen und drei Babys.

Ein Sprecher der ISAF-Schutztruppe erklärte, man sei besorgt über Berichte, wonach Zivilpersonen ums Leben gekommen seien. Die Angriffe hätten einem Gebäude gegolten, in dem sich bis zu 30 Aufständische aufgehalten haben sollen. Die meisten von ihnen seien getötet worden. Zuvor seien ISAF-Soldaten 14 Kilometer nordöstlich der Stadt Gereschk angegriffen worden. (dapd)

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