«Pink Tax»: Frauen zahlen bei Burger King plötzlich mehr
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«Pink Tax»Frauen zahlen bei Burger King plötzlich mehr

Mit einer Kampagne macht die US-Fast-Food-Kette Burger auf die «Pink Tax» aufmerksam. Wegen ihr bezahlen Frauen für das selbe Produkt oft mehr als Männer.

von
kat

In einer Kampagne macht der Fast-Food-Riese auf die «Pink-Tax» aufmerksam. (Video: Tamedia/Burger King)

Ungläubig betrachten die Kundinnen im Spot von Burger King die Kassierer. Die in einer pinken Box servierten Chick Fries kosten 3,09 Dollar, die herkömmlichen 1,69 Dollar. Allein die Verpackung macht den Unterschied.

Die Fast-Food-Kette will mit dem Clip auf den Umstand aufmerksam machen, dass Frauen für viele Produkte oft mehr bezahlen als Männer. Auf den Preis der «Chick Fries» reagieren die Frauen im Clip ungehalten und finden die Rechtfertigung mit der Verpackung lächerlich. Die Kassierer machen sie darauf aufmerksam, dass sie in anderen Fällen, wie zum Beispiel beim Kauf von Rasierklingen, einen höheren Preis einfach akzeptieren würden.

Die sogenannte Pink Tax führt dazu, dass Frauen im Schnitt 42 Prozent mehr für Konsumprodukte bezahlen, weil sie in dieser Farbe verpackt oder designt sind. «Das Ziel der Kampagne war, die Wirkung von Pink Tax zu demonstrieren und dass jeder für das gleiche Produkt auch das gleiche bezahlen soll – ob rosa oder nicht», sagte Christopher Finazzo, Präsident von Burger King für Nordamerika, in einer Erklärung.

«Diese Diskriminierung ist illegal»

Die US-Kongressfrau Jackie Speier hat den Pink Tax Repeal Act lanciert, um der «Preisdiskriminierung» ein Ende zu bereiten. Diese Gesetzgebung würde es der Federal Trade Commission ermöglichen, Massnahmen gegen die Pink Tax durchzusetzen.

«Frauen werden gleich doppelt abgestraft: Sie erhalten weniger Lohn für die gleiche Arbeit, bezahlen aber mehr für das gleiche Produkt oder die gleiche Dienstleistung», sagte Speier in einer Erklärung laut CNBC. «Diese Diskriminierung ist illegal», so die Demokratin weiter.

Nicht nur in Amerika, auch in Europa bestehen Preisunterschiede für das andere Geschlecht. Um beim Beispiel der Rasierklingen zu bleiben: Für eine Packung mit sechs Einwegrasierern von Gillette bezahlen Männer bei einem Schweizer Detailhändler 6.40 Franken. Für die gleiche Anzahl Klingen zahlen Frauen 6.60 Franken. Der einzige Unterschied ist auch hier das Design.

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