Frauenheld darf Pfarrer bleiben
Aktualisiert

Frauenheld darf Pfarrer bleiben

Der Pfarrer in Uitikon ist wegen seiner Frauengeschichten zwar mit einem schriftlichen Verweis bestraft worden, er darf aber in sein Amt zurückkehren.

Der Kirchenrat der evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Zürich hat seinen Pfarrer in Uitikon mit einem schriftlichen Verweis bestraft. Dieser war wegen seines zu lockeren Lebenswandels in die Kritik geraten. Dem Pfarrer sei öffentlich ein «problematisches Beziehungsverhalten zu mehreren Frauen vorgeworfen worden», weshalb der Kirchenrat im März ein Verfahren eröffnete, teilte der Kirchenrat am Mittwoch mit. Dieses sei in der Sitzung vom Mittwoch mit einem «schriftlichen Verweis» abgeschlossen worden. Der Pfarrer nimmt im Juni seine Tätigkeit wieder auf.

Ausgelöst wurde die Affäre von einer ehemaligen Freundin des Pfarrers. Sie behauptete auf einem in der Gemeinde verteilten Flugblatt, der Pfarrer habe wechselnde, teils auch gleichzeitige Beziehungen zu Frauen. An dessen Tätigkeit als Pfarrer gab es dagegen nichts zu beanstanden.

Der Pfarrer bestreite die Vorwürfe grunsätzlich nicht, hiess es im März beim kirchlichen Informationsdienst. Dem Communiqué des Kirchenrates ist denn auch zu entnehmen, dass dieser das Verhalten des Pfarrers «missbilligt». Da er aber «sein Fehlverhalten eingestanden» habe und «inzwischen fachliche Hilfe in Anspruch nehme», sei ihm «eine neue Chance zu geben».

(sda)

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