Aktualisiert 03.11.2009 11:39

VindonissaFrauenkopf zum Vorschein gekommen

Bei den Ausgrabungen in Windisch AG sind die Archäologen in der letzten Grabungswoche auf einen überraschenden Fund gestossen: Sie förderten einen 2000 Jahre alten Steinblock zu Tage, aus dem das Antlitz einer Frau herausgearbeitet ist. Es ist vorzüglich erhalten.

Der Stein gelangte um die Mitte des 1. Jahrhunderts nach Christi Geburt in den Boden im römischen Vindonissa, wie die Aargauer Kantonsarchäologie am Dienstag mitteilte. Mit Figuren verzierte Steinreliefs seien äusserst seltene Funde, hielt Ausgrabungsleiter Hannes Flück fest.

Die Dargestellte trägt schulterlanges, gelocktes Haar und vermutlich ein Stirnband. Die Figur könnte eine römische Göttin oder das Abbild einer Verstorbenen repräsentieren. In Windisch untersuchten Archäologen eine Fläche von 25 000 Quadratmetern, weil der Campus der Fachhochschule erweitert wird.

Unter dem heutigen Windisch AG befinden sich Überreste des Legionärslagers Vindonissa, welches ab dem ersten Jahrhundert nach Christi Geburt in Betrieb war. Vom ehemals 21 Hektaren grossen Heerlager ist auch ein Amphitheater erhalten geblieben.

(sda)

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