Aktualisiert 25.11.2009 11:22

LuzernFrauenlästerer René Kuhn doppelt nach

Der Luzerner Frauenlästerer schlägt wieder zu: Jetzt rechnet René Kuhn in einem Buch mit den Schweizer «Mannsweibern», Medien und Politikern ab.

von
Daniela Gigor

Er kann es nicht lassen: Nachdem der ehemalige Stadtluzerner SVP-Präsident René Kuhn im August über «linke, verfilzte Weiber» hergezogen war (20 Minuten berichtete), doppelt er jetzt in seinem ersten Buch «Zurück zur Frau: Weg mit den Mannsweibern und Vogelscheuchen» nach. Vor allem an der Emanzipation lässt der Hardliner kein gutes Haar. «Sie hat dazu geführt, dass Frauen weder kochen noch den Haushalt führen können», so Kuhn.

Er selber ist seit sechs Jahren mit einer Russin verheiratet und erklärt im Buch unter anderem, weshalb er Ausländerinnen für die besseren Mütter hält. Doch nicht nur ungepflegte Frauen, sondern auch die Medien bekommen ihr Fett weg. «Wegen meiner Aussagen über linke Frauen lief eine regelrechte Hetzkampagne gegen mich.» Dabei schiesst Kuhn auch scharf gegen ehemalige SVP-Parteikollegen wie den Kantonalpräsidenten und Nationalrat Josef Kunz: «Er nutzte die Medienkampagne, um mich loszuwerden.»

Ein ganzes Kapitel widmet der Neuautor den über tausend Zuschriften, die er nach den Medienberichten erhalten hat. «Sogar ein bekannter TV-Moderator gab mir Recht», so Kuhn. Das Buch erscheint im Januar.

Ihr Meinung

Was ist Ihre Meinung zu Kuhns Äusserungen im Bezug auf Frauen und dazu, dass er nun auch noch ein Buch zu diesem Thema veröffentlicht? Schreiben Sie Ihren Kommentar im Talkback.

Auszüge aus René Kuhns Buch

«Deshalb weiss eine Schweizer Frau: Sobald ich geheiratet habe, kommt es nicht mehr drauf an, ob ich ungepflegt bin und dick werde. Es soll denn aber trotzdem Frauen geben, die sich wundern, wieso ihr Mann fremdgeht oder im Bordell seinen sexuellen Frust abbaut.»

«Als staatliche Steuergeld­verzehrerin kann man bis auf Chefbeamtinnen-Stufe rumlaufen wie der letzte Clochard – auch wenn die WG-Tage schon längst vergangen sind und frau heute pro Jahr 200  000 Franken nach Hause trägt.»

«Dieses furiose Emanzen-Gekreische hat auch zu sonderbaren Auswüchsen geführt: So waren die jungen Frauen meiner Jugendzeit doch tatsächlich stolz darauf und betrachteten es als Zeichen ihrer Fortschrittlichkeit und Emanzipation, dass sie überhaupt nicht kochen können und von Haushaltsführung keine Ahnung haben.»

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