Frauenprügler kommen stärker an die Kasse
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Frauenprügler kommen stärker an die Kasse

Männer, die ihre Frauen prügeln, werden künftig härter angefasst. Sie können bis zu drei Monaten aus ihrer Wohnung weggewiesen werden. Die SVP hat sich gegen das Gewaltschutzgesetz gestellt.

Der Zürcher Kantonsrat hat am Montag das neue Gewaltschutzgesetz mit 92 zu 48 Stimmen verabschiedet. Mit dem Gesetz erhält die Polizei neue Kompetenzen. Sie kann (potentielle) Täter aus der Wohnung oder dem Haus wegweisen oder ihnen verbieten, gewisse Gebiete zu betreten. Ausserdem kann sie eine Kontaktsperre veranlassen.

Wegweisung für maximal drei Monate

Diese Massnahmen gelten während 14 Tagen und können auf maximal drei Monate verlängert werden. Bei schwer wiegender Gefährdung kann die Polizei einen Täter bis zu 24 Stunden in Gewahrsam nehmen.

Beratung auch für die Täter

Flankierend zu den polizeilichen Schutzmassnahmen will das neue Gewaltschutzgesetz auch mehr Beratung. Die Polizei informiert nicht nur Opfer und Täter über Beratungsstellen, sondern auch direkt die Beratungsstellen über Betroffene. Dabei haben die Beratungsstellen von sich aus Kontakt mit Opfern und Tätern aufzunehmen.

Das Gesetz, gegen das sich einzig die SVP stellte, untersteht dem fakultativen Referendum.

(sda)

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