Aktualisiert 28.07.2004 07:59

Frauenwache als Reaktion auf Bundesratswahlen

Die Idee einer Frauenwache ist aus der Wut über die Bundesratswahlen entstanden - die Wut darüber, dass seit dem 10. Dezember 2003 nur noch eine Frau im Bundesrat sitzt.

Die Aktion startete am 8. März, dem internationalen Frauentag, und soll bis zur Wahl des neuen Bundespräsidenten am 8. Dezember dauern.

Das Ziel der Frauenwache ist allerdings nicht nur, für mehr Frauen im Bundesrat zu werben. Neben dem allgemeinen Kampf gegen die Diskrimierung der Frauen hat die Aktion zwei konkrete Anliegen: Die Ablehnung der 11. AHV-Revision - mittlerweile vom Volk verworfen - und die Befürwortung der Vorlage zum Mutterschaftsurlaub, die am 26. September zur Abstimmung kommt.

Während der ersten 24 Stunden wachten die beiden Initiantinnen des Projekts, Yvette Barbier und die Fotografin Hélène Tobler. Jetzt arbeiten die beiden an einem Buch über die Aktion. Dieses soll gemäss Tobler nicht etwa ein Souvenir-Album werden, sondern ein sozio-politisches Porträt.

(sda)

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