Steampunks in Emmenbrücke: Freakatorium – ein Zuhause für alle Nerds
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Steampunks in EmmenbrückeFreakatorium – ein Zuhause für alle Nerds

«Ja, wir sind Freaks», sagen Doktor Zorno, Professor Wolfenstein und Doktor Angstrom, die Macher des Freakatoriums in Emmenbrücke. Als nächstes planen sie ein Kostümshooting.

von
Noah Knüsel

20 Minuten hat das Freakatorium in Emmen besucht. (Video: nk)

Bürgerlich heissen die drei Stephan Dräyer, Marco Meier und Pierre-Alain Rouiller. Während Dräyer und Meier nebenbei noch das Freakatorium-Atelier betreiben, ist Rouiller in erster Linie im Laden tätig. «So eine grosse Vielfalt findet man nirgendwo sonst in der Schweiz», sagt Marco Meier. Auf über 300 Quadratmetern findet sich alles, was das Nerd-Herz begehrt: Mehrere tausend Sammlerstücke von «Star Wars»-Figuren über Helme aus «Herr der Ringe» bis hin zu Plüschtieren aus «Super Mario».

Das Freakatorium ist der wahr gewordene Traum der drei Männer. Seit August 2016 lockt es Kunden aus allen Alters- und Interessengruppen an: Liebhaber von Kult-Filmen und fremden Universen, Fasnächtler oder Nachsteller historischer Anlässe. «Die ältesten Stammkunden sind über 70 Jahre alt», erklärt Meier. Weil der Laden kein eigentliches Lager habe, sehe er jeweils alle zwei bis drei Wochen wieder anders aus. Meier: «Das motiviert natürlich auch, immer mal wieder vorbeizuschauen.»

Dutzende Stunden fürs Tüfteln und Basteln

Seit über zehn Jahren sind die drei gemeinsam unterwegs. Langweilig ist es ihnen nie geworden: «Wir waren in den unterschiedlichsten Stilrichtungen tätig, von Mittelalter und Wikinger über Cosplay zu Steampunk.» Neben Artikeln, die sie ein- und weiterverkaufen, haben sie auch viele selbst gemachte Dinge im Laden. «Mein Lieblingsstück ist der ‹Ultimate Black Salt Triple Eraser›», so der Tüftler Meier. Es handelt sich dabei um einen Metallhandschuh mit drei Kanonen, die darauf montiert sind. «Das Design finde ich sehr gelungen.»

Allein darin steckten 14 Stunden Arbeit. Fällt es ihnen nicht schwer, so viel Arbeit und Herzblut am Ende weggeben zu müssen? «Das ist eigentlich gar nicht so schwierig und hat auch sein Gutes», sagt Meier und lacht. «Da wir beide leidenschaftliche Sammler sind, schafft das auch Platz für neue Stücke.»

Fotoshooting am 10. und 11. Februar

Im Moment betreiben sie neben dem Laden noch eine Event-Agentur. Nun hätten sie sich auf ihre Wurzeln zurückbesinnt. «Angefangen haben wir damals mit einem Online-Shop, aber ein eigener Laden war schon immer unser Traum», sagen die drei Steampunk-Fans. Ihr Ziel sei, dass sie irgendwann davon leben könnten.

Doch im Freakatorium wird nicht nur gebastelt und verkauft – am 10. Februar ab 18 Uhr und am 11. Februar ab 13 Uhr findet dort ein offenes Fotoshooting statt. «Eingeladen sind alle, die ihr Kostüm präsentieren wollen. Das können neben Cosplayern natürlich auch Fasnächtler sein», sagt Stephan Dräyer. «Wir freuen uns.» Die besten drei Kostüme gewinnen einen Preis. Das Shooting findet an der Buchenstrasse 4 in Emmenbrücke statt.

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