Aktualisiert 29.09.2009 18:31

Zukunftspläne

Freche Idee: Eine U-Bahn durch Bern

Eine Metrolinie zwischen Zytglogge und Bahnhof: «Mit einem Quäntchen Frechheit» wäre dieser Traum zu verwirklichen, glaubt
die Entente Bernoise.

von
Patrick Marbach

In 15 Jahren könnte die Berner U-Bahn zur Jungfernfahrt starten. Die grössten Verkehrsprobleme wären auf einen Schlag gelöst. Unter der Stadt würde eine zweite Ebene mit Haltestellen und Geschäften entstehen. «Dazu müsste man nur irgendwo im Bahnhof den Bohrer ansetzen», scherzt Willi Fischer von der wirtschaftsnahen Vereinigung Entente Bernoise. Er hat ein 1996 erschienenes Metro-Konzept ausgegraben, das heute aktueller denn je erscheint: «Wenn sich ab der Inbetriebnahme des Trams Bern West fünf ÖV-Linien durch die Hauptgassen zwängen, ist die Innenstadt überlastet.»

Die Verkehrsplanung der Stadt rechnet dagegen mit einer Entlastung. Es wird geprüft, ob man einen Teil des ÖV verlegen könnte - allerdings eher in die Seitengassen als unter den Boden. Auch Stapi Alexander Tschäp­pät winkt ab: «Die Metro-Vision tönt zwar verlockend, ist aber nicht zu Ende gedacht und unmöglich finanzierbar.» Die Entente Bernoise rechnet mit Kosten von einer Milliarde Franken: Bern müsse nur so frech wie andere Städte sein, um sich diesen Betrag bei der Eidgenossenschaft zu holen.

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