Ottmar Hitzfeld: «Frei hat Verantwortung übernommen»
Aktualisiert

Ottmar Hitzfeld«Frei hat Verantwortung übernommen»

An der täglichen Pressekonferenz sprach Trainer Ottmar Hitzfeld über Alex Frei, Honduras und die Möglichkeit eines Einsatzes des «Alpen-Messis» Shaqiri.

von
Reto Fehr
Vanderbijlpark

Ottmar Hitzfeld über Alex Frei. Was Hitzfeld zum Spiel gegen Honduras denkt, sehen Sie im Video unten.

Bevor Hitzfeld über das Honduras-Spiel sprechen konnte, musste er sich zu seinem Captain äussern. «Frei hat Verantwortung übernommen. Er hat nicht mit den Medien, aber sehr viel mit uns gesprochen», so der Trainer. «Er wird am Freitag zur Pressekonferenz vor dem Spiel erscheinen», rutschte dem Lörracher dann noch raus. Das deutet darauf, dass der Basler gegen Honduras von Anfang an spielen wird – auch wenn Hitzfeld sich später korrigierte: «Die Aufstellung werde ich erst am Freitag verraten.» Dabei liess er alles offen. Er denke selbst an Hakan Yakin als hängende Spitze, und selbst Marco Padalino oder Alpen-Messi Xherdan Shaqiri könnten frischen Wind in die Mannschaft bringen.

Dass er Frei gegen Chile für Barnetta opferte und Nkufo auf dem Feld liess, begründete der 61-Jährige einfach: «Ihm fehlt die Spielpaxis. Das ist dann bei 10 gegen 11 noch schwerer.» Es war augenscheinlich, dass Hitzfeld seinen Captain so gut wie möglich schützen will.

«Endspiel gegen Honduras»

Das letzte Gruppenspiel gegen die Mittelamerikaner nennt der Trainer ein «Endspiel». Wenn Hitzfeld die Wichtigkeit der Partie mit einer anderen in seiner bisherigen Laufbahn verlgeichen müsste, wäre das Spiel ziemlich hoch angesiedelt: «Das ist etwa gleich wie ein Champions-League-Halbfinale. Wenn wir gewinnen, können wir unser Ziel, das Achtelfinale, erreichen.»

Aber Hitzfeld warnt auch. «Honduras wird nicht nur verteidigen. Sie sind offensiv gut, defensiv eher anfällig», weiss er. Und ergänzt: «Sie geben nie auf, das hat man auch nach dem 0:2 gegen Spanien gesehen.» Auf jeden Fall freut sich der 61-Jährige auf die entscheidende Partie: «Das wird sehr spannend.»

Die Krux mit den zwei Toren

Zwei Tore muss die Schweiz mindestens erzielen, um aus eigener Kraft das Ticket für die nächste Runde zu lösen. Das gelang in den letzten sieben Spielen nie mehr. Der letzte klare Sieg ist das 3:0 gegen Luxemburg. Warum klappt es jetzt gegen Honduras wieder? «Ich bin immer Optimist und glaube an meine Mannschaft. Wir setzen alles daran diese Marke zu erreichen.» Einfach wird die Aufgabe sicherlich nicht. Erschwerend kommt dazu, dass die Nati bisher zweimal defensiv auftrat, jetzt aber das Spiel machen muss. Hitzfeld verteidigt seine Taktik: «Gegen Spanien muss man defensiv spielen mit unseren Spielern. Mit Brasilien würde ich auch angreifen, aber ich bin nicht Trainer von Brasilien. Gegen Chile war das nicht so geplant, aber nach der Roten Karte mussten wir umstellen.»

Der Trainerfuchs verlgeicht die Honduraner mit Chile: «Sie spielen ähnlich wie Chile, haben aber nicht so überragende Einzelspieler. Suazo ist beispielsweise unglaublich schnell.»

Obwohl er Chile zutraut, die Spanier zu besiegen und so der Schweiz zu helfen, möchte der Coach sich nicht damit befassen: «Natürlich werden wir über das Resultat informiert und reagieren je nachdem taktisch. Aber wir schauen in erster Linie auf uns.» Und auch auf den möglichen Achtelfinal gegen Brasilien möchte er noch nicht eingehen: «Gegen wen wir da spielen, weiss ich noch nicht.» Hört sich zumindest optimistisch an.

Hitzfeld zum Spiel gegen Honduras

(Quelle: SF)

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