Frei ist der Fussballer des Jahres
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Frei ist der Fussballer des Jahres

Der neue Nati-Captain Alex Frei, Torschützenkönig Mladen Petric und Meistertrainer Lucien Favre wurden für ihre Leistungen in der letzten Saison ausgezeichnet.

Auf nationaler Stufe dominierten Meister FC Zürich und Cupsieger FC Basel auch die Wahlen im Rahmen der 10. Nacht des Schweizer Fussballs, wobei der FCB zumindest nach Anzahl der Auszeichnungen obenaus schwang. Lucien Favre von Meister FCZ wurde wie im Vorjahr von einer Expertenjury, die vom Schweizerischen Fussballverband und der Swiss Football League zusammengestellt wurde, zum besten Trainer gewählt. Für Basel holten Mladen Petric (Axpo Player of the Year) und Ivan Rakitic (Axpo Tor des Jahres und bester Nachwuchsspieler) Auszeichnungen.

Erneut war es im Vorfeld der Wahlen den Schweizer Fussballfans vorbehalten, die besten Akteure via Telefon, SMS und Mails zu wählen. Zum Nachfolger von Philippe Senderos als bestem Spieler der Schweizer Nationalmannschaft und «Credit Suisse Player of the Year» wurde dessen Vorgänger Alex Frei gekürt. In der finalen Ausmarchung setzten sich der Basler gegen Senderos sowie Ludovic Magnin und Tranquillo Barnetta durch.

Frei sorgte in Dortmund, wohin er im vergangenen Sommer gewechselt war, mit seinen Treffern für den letztlich sicheren Ligaerhalt der Borussia. Mit 16 Toren war der 28-jährige Angreifer zweitbester Skorer in der Bundesliga - auf Augenhöhe mit Roy Makaay. Auch in der Nationalmannschaft war Frei treffsicher. An der WM in Deutschland schoss er zwei der vier Schweizer Tore, und in der ewigen Bestenliste der SFV-Auswahl ist der neue Captain noch zwei Treffer von Kubilay Türkyilmaz' Bestmarke entfernt.

Mladen Petric war in der vergangenen Saison mit 19 Treffern der beste Torschütze der Axpo Super League und wurde entsprechend zum besten Spieler in der Schweiz gewählt. Bis zu seiner im Cupspiel gegen Aarau erlittenen Verletzung war der 26-jährige Aargauer mit kroatischen Wurzeln die dominierende Figur der Liga und hatte grossen Anteil an Basels beinahe erfolgreicher Aufholjagd. Der FCB verlängerte den Vertrag mit dem Freistossspezialisten zwar bis 2010, doch dürfte Petric in diesem Sommer wohl einem Angebot aus dem Ausland nachgeben.

Nach Ansicht der Fans schoss Ivan Raktic beim 2:1-Erfolg im vergangenen Oktober gegen St. Gallen das schönste Tor der Saison in der Axpo Super League. Mit einer herrlichen Direktabnahme an der Strafraumgrenze hatte der Basler mit dem linken Fuss das 1:0 erzielt. Dank zehn weiteren Treffern verdiente sich der 19-jährige Offensivspieler, um den derzeit der schweizerische und der kroatische Verband buhlen, zudem die Wahl zum «Youngster des Jahres».

Zum Swisscom Team des Jahres wurde Challenge-League-Verein Wil gewählt. Diese Ehre wird alljährlich jener Mannschaft zuteil, die für den grössten Exploit im Cup verantwortlich war. Die Ostschweizer eliminierten im Viertelfinal trotz numerischer Unterzahl die Young Boys und scheiterten im Halbfinal nur knapp am späteren Gewinner Basel. Als bester Schiedsrichter ausgezeichnet wurde zum dritten Mal in Folge Massimo Busacca, Spielerin des Jahres war die in Freiburg (De) engagierte Marisa Brunner, die sich diesen Titel schon 2005 geholt hatte.

Die Auszeichnungen im Überblick

Bester Spieler der Nationalmannschaft (Credit Suisse Player of the Year): Alex Frei (Dortmund).

Bester Spieler in der Schweiz (Axpo Player of the Year): Mladen Petric (Basel).

Trainer des Jahres: Lucien Favre (Zürich).

Youngster des Jahres: Ivan Rakitic (Basel).

Beste Schweizer Spielerin: Marisa Brunner (Freiburg/De).

Schiedsrichter des Jahres: Massimo Busacca.

Swisscom Cup Team des Jahres: FC Wil.

Axpo Tor des Jahres: Ivan Rakitic (Basel). (si)

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