CL-Quali: Frei will gegen Saloniki neues Feuer entfachen
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CL-QualiFrei will gegen Saloniki neues Feuer entfachen

Alex Frei hat als Interimstrainer des FCB vor dem Rückspiel gegen Saloniki in der CL-Quali einige Mängel entdeckt.

von
Eva Tedesco
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Mit Interimstrainer Alex Frei will der FC Basel den Sprung in die 3. Qualirunde der Champions League doch noch schaffen.

Mit Interimstrainer Alex Frei will der FC Basel den Sprung in die 3. Qualirunde der Champions League doch noch schaffen.

FreshFocus/urs Lindt
Nach dem 1:1 in der Liga gegen Xamax übte Marco Streller indirekt Kritik am entlassenen Raphael Wicky.

Nach dem 1:1 in der Liga gegen Xamax übte Marco Streller indirekt Kritik am entlassenen Raphael Wicky.

Keystone/Jean-christophe Bott
Unter ihm sei die Saisonvorbereitung nicht optimal verlaufen, das Team nicht fähig, über 90 Minuten die volle Leistung abzurufen.

Unter ihm sei die Saisonvorbereitung nicht optimal verlaufen, das Team nicht fähig, über 90 Minuten die volle Leistung abzurufen.

Keystone/Georgios Kefalas

Mehr als ein mühsamer Arbeitssieg des FCB gegen Saloniki in der CL-Qualifikation dürfte nicht zu erwarten sein. Ein Feuer der Emotionen entfachen will hingegen Alex Frei. Eine fehlende Eigenschaft, die dem entlassenen Raphael Wicky zum Verhängnis wurde. Interimstrainer Frei soll dem FCB gegen Saloniki nun also wieder Leben einhauchen und die Tür zur Königsklasse offen halten.

Gegen Xamax (1:1) trieb Frei die Mannschaft an, war aktiv und laut. Und fast wäre ihm eine erste Befreiung gelungen. «Ein Sieg hätte unheimlich gutgetan», sagte Sportchef Marco Streller, «wir waren nach 70 Minuten kaputt. Das stimmt mich nachdenklich.»

37 Millionen Euro

Streller deutete damit an, dass Wicky und sein Staff in der Saisonvorbereitung nicht gut gearbeitet hätten. Die späten Gegentore (94. gegen St. Gallen, 86. gegen Xamax, 80. gegen Paok) liefern die Zahlen dazu, dass der FCB physisch in keinem guten Zustand ist – von der Psyche nach den Resultaten erst gar nicht zu reden. «Es geht nun darum, die Spieler zu stärken, ihnen Selbstvertrauen zu geben», sagt Frei. «Fussball ist Psychologie. Um aus solchen Phasen herauszukommen, muss man den inneren Schweinehund überwinden und Leidenschaft zeigen.»

Das muss der ehemalige Goalgetter dem Team nun bis Mittwochabend einimpfen. Gegen Paok geht es deshalb nicht nur darum, eine Negativphase zu beenden, sondern auch um 37 Millionen in der Champions League.

Das Rückspiel Saloniki findet morgen um 20 Uhr im St.-Jakob-Park statt. 20 Minuten berichtet live.

Den Baslern reicht dank der Auswärtstorregel nach dem 1:2 im Hinspiel ein 1:0-Sieg im St.-Jakob-Park. In der Liga gegen Xamax nominierte Frei jene 18 Spieler, von denen «ich das Gefühl hatte, dass sie dem FCB am meisten helfen können». Bundesliga-Rückkehrer Valentin Stocker (zu Beginn Ersatz) und Dimitri Oberlin (Bild, sass nicht einmal auf der Bank) gehörten nicht dazu. Kehrt der vierfache Champions-League-Torschütze der letzten Saison und 5-Millionen-Mann ins Kader zurück oder setzt Frei wieder auf sein 18-jähriges Supertalent Noah Okafor?

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