Frei: «Wir müssen nicht rechnen, sondern siegen»

Aktualisiert

Frei: «Wir müssen nicht rechnen, sondern siegen»

Das erste Treffen nach der Schande von Zürich: Alex Frei kam mit Moral – Stéphane Grichting mit Verspätung.

von
Michael Wegmann

27 Tage liegen zwischen dem desolaten 1:2 gegen Luxemburg und dem gestrigen Zusammenzug in Feusisberg. Doch auch wenn Frei und Co. es in den knapp vier Wochen seither geschafft hätten, die epochale Pleite in ihren Klubs zu verdrängen, spätestens gestern wurden die ­Nati-Stars wieder an den

10. September erinnert. «Das war beschämend», sagt Captain Alex Frei, «wir kämpfen schon genug um die Akzeptanz des Schweizer Fussballs. Und sagen wir es mal so: Das Resultat war nicht förderlich.»

Angereist war er im VW Golf von Kollege Beni Huggel, zusammen mit Eren Derdyiok – und grosser Zuversicht. «Wir müssen am Samstag gegen Lettland gewinnen, rechnen bringt nichts mehr. Und wenn wir nicht daran glauben, könnten wir nächste Woche zuhause bleiben und die Kosten für die Reise nach Griechenland sparen.»

Als Letzter und mit 20 Minuten Verspätung wurde Stéphane Grichting von einem Airport-Taxi zum Panorama Resort und Spa in Feusisberg chauffiert. Grichting: «Ich habe den ganzen Morgen im Auto verbracht, von Auxerre nach Paris brauchte ich drei Stunden.» Auch im abendlichen Training stand er als Letzter auf dem Platz. Grund: Der Auxerre-Verteidiger verweilte am längsten bei den Fans, verteilte Autogramme und posierte für Fotos.

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