An Fasnacht: Freiburger «Böögg» in Flammen – Kind verletzt
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An FasnachtFreiburger «Böögg» in Flammen – Kind verletzt

Bei der Verbrennung des Freiburger Bööggs, dem Rababou, hat die Jacke eines zehnjährigen Knaben Feuer gefangen. Er musste ins Spital gebracht werden.

von
Caroline Gebhard/ala

Die Zürcher haben ihren Böögg, die Freiburger den Rababou: einen Bösewicht, der während der Fasnacht verbrannt wird. Mit dem Anzünden des Rababou während der Bolzenfasnacht sollen alle Übel des vergangenen Jahres verschwinden. So weit die Idee. Am vergangenen Sonntag hat der Rababou in Freiburg allerdings gleich selber für ein Unglück gesorgt: Kaum angezündet, flog ein glühendes Stück der Holzfigur auf einen Zehnjährigen, der in der Menge stand.

Das Stück traf die Jacke des Kindes, worauf der Jackenkragen zu brennen anfing. Der Knabe erlitt Verletzungen zweiten Grades am Nacken, auf dem Rücken und an einer Hand.

Sicherheitsabstand eingehalten

«Als der Rababou brannte, gab es einen Windstoss», erklärt Serge Cantin, Sprecher der Freiburger Polizei, den Vorfall. Die Figur werde aber nur angezündet, wenn die nötigen Voraussetzungen dafür gegeben seien. Am Sicherheitsabstand kann es laut Alain Rappo, einem der Präsidenten der Bolzenfasnacht, nicht liegen: «Dieser ist eingehalten worden und beträgt 16 Meter rund um den Schneemann.» Laut Rappo ist dieser Vorfall der erste in 46 Durchführungen.

Zum Glück für den Knaben hat eine Frau, die neben ihm stand, schnell reagiert. Sie goss ihm Wasser über den Nacken und zog dann seine Kleider aus, während sie ihn weiter mit Wasser überschüttete. Der Vater, der etwas weiter entfernt in der Menge stand, eilte daraufhin zu seinem Sohn. Der Bub wurde mit einem Krankenwagen ins Spital gefahren.

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