Aktualisiert 17.03.2009 21:48

Playoff-Halbfinals

Freiburger Steigerung im Schlussdrittel

Dank zwei Treffern im Schlussdrittel glich Fribourg die Halbfinal-Serie gegen Davos zum 1:1 aus. In einer mittelmässigen und von vielen Fehlern geprägten Partie setzten sich die Freiburger vor eigenem Publikum 5:3 durch.

Doppeltorschütze Geoffrey Vauclair (53.) und Kirby Law (57.) sorgten im Schlussabschnitt für die Differenz zu Gunsten Gottérons. Nach zwei ausgeglichenen Dritteln bewies Fribourg in der ausverkauften St-Léonard-Halle in den letzten 20 Minuten ein grosses Kämpferherz. Im von zahlreichen Strafen geprägten Abschnitt liessen sie sich nicht durcheinander bringen und setzten sich letztlich verdient durch.

Vauclairs wegweisendes 4:3 gehörte zu einem grossen Teil auch Sandy Jeannin. Der Captain der Schweizer Nationalmannschaft, der kurz davor von der Strafbank zurückgekehrt war, umkurvte mit viel Tempo das Davoser Tor und bediente Vauclair mustergültig.

Zuvor hatten beide Teams 40 Minuten lang defensive Schwächen offenbart. Stellungsfehler, unnötige Scheibenverluste und Unsicherheiten prägten die Partie. Und so entwickelte sich ein für die Playoffs eher atypisches Spiel mit zahlreichen Torchancen.

Dies führte im Mitteldrittel zu drei spektakulären Minuten mit vier Treffern und einem Pfostenschuss. Erst ging Davos durch Reto von Arx im Powerplay 2:1 in Führung (24.), ehe Fribourg die Partie mit zwei Treffern durch Adrien Lauper und Geoffrey Vauclair drehte. Nur 12 Sekunden nach dem 3:2 und 2:24 nach dem ersten der vier Tore glich Davos durch PostFinance-Topskorer wieder aus. Nur einmal in dieser Saison fielen in noch kürzerer Zeit vier Treffer: Beim 5:4 nach Verlängerung zwischen Biel und den SCL Tigers. Den Schlusspunkt unter die spektakuläre Phase setzte der Davoser Petr Sykora mit einem Pfostenschuss.

Auch die beiden Torhüter Sébastien Caron (Fribourg) und Leonardo Genoni (Davos) liessen sich von der Fehlerorgie anstecken und hinterliessen zwischenzeitlich nicht immer den sichersten Eindruck. Im letzten Drittel bewahrte Caron jedoch sein Team vor einem Gegentreffer und war einmal mehr massgeblich an einem Freiburger Sieg beteiligt.

Fribourg - Davos 5:3 (1:1, 2:2, 2:0)

St-Léonard. -- 7125 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Reiber/Stalder Dumoulin/Fluri. -

Tore: 9. Taticek (Grossmann) 0:1. 13. Wirz (Montandon, Lauper) 1:1. 24. (23:29) Reto von Ary (Riesen, Forster/Ausschluss Lauper) 1:2. 25. (24:45) Lauper (Collenberg) 2:2. 26. (25:41) Geoffrey Vauclair (Mowers) 3:2. 26. (25:53) Riesen (Forster) 3:3. 53. Geoffrey Vauclair (Jeannin) 4:3. 57. Law (Mowers, Birbaum/Ausschluss Taticek) 5:3.

Strafen: 8mal 2 Minuten gegen Fribourg, 6mal 2 Minuten gegen Davos.

PostFinance-Topskorer: Jeannin; Riesen.

Fribourg: Caron; Ngoy, Birbaum; Marc Abplanalp, Reist; Seydoux, Collenberg; Snell; Mowers, Chouinard, Geoffrey Vauclair; Law, Jeannin, Knöpfli; Sprunger, Bykow, Benjamin Plüss; Lauper, Montandon, Wirz.

Davos: Genoni; Blatter, Forster; Gianola, Grossmann; Stoop, Andreas Furrer; Lukas Gerber; Riesen, Reto von Arx, Sykora; Jinman, Taticek, Daigle; Guggisberg, Rizzi, Ambühl; Bürgler, Carbis, Dino Wieser; Marc Wieser.

Bemerkungen: Fribourg ohne Heins (gesperrt), Botter (verletzt), Sandro Abplanalp, Neuenschwander, Gigon (alle krank) und Meunier (überzähliger Ausländer), Davos ohne Jan von Arx (verletzt), Marha (krank) und Leblanc (überzählig). -- Pfostenschuss Sykora (26:22). Timeout Fribourg (26:36). Davos von 57:02 bis 59:44 ohne Torhüter.

(si)

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