«Mona Lisas Lächeln»: Freidenkerin im Kampf gegen Erzkonservative
Aktualisiert

«Mona Lisas Lächeln»Freidenkerin im Kampf gegen Erzkonservative

DRAMA – «Mona Lisas Lächeln» ist die weibliche Version von «Dead Poets Society» und geht damit ein gewagtes Spiel ein: Immerhin ist der Kultfilm mit Robin Williams die Messlatte für sämtliche College-Dramen.

Julia Roberts gibt die junge, progressive Kunstgeschichtslehrerin Katherine Watson, die das liberale Kalifornien verlässt, um in einem traditionsbewussten Mädchen-College an der Ostküste zu unterrichten. 1953 ist Emanzipation in den ehrwürdigen Hallen der Elite-Schule ein Fremdwort, und der Weg für die Mädchen klar vorherbestimmt: Mann finden, heiraten, Kinder bekommen. Die Freidenkerin Katherine will den Schülerinnen zeigen, dass es auch anders geht. Bald schon merkt sie aber, dass sie die erzkonservativen Kräfte am College unterschätzt hat.

Bei allem nötigen Respekt für Regisseur Mike Newell («Four Weddings and a Funeral»): Im Vergleich zu «Dead Poets Society» ist «Mona Lisas Lächeln» eine Enttäuschung. Denn so gefällig der optische Eindruck auch ist, die innere Spannung der Figuren fehlt – die Story wirkt ein wenig dröge.

Highlight des Films ist denn auch die hochkarätige Besetzung, allen voran die wunderbare Maggie Gyllenhaal, die als promiskuitive Giselle der Hauptdarstellerin Julia Roberts mühelos die Show stiehlt.

(phz)

«Mona Lisas Lächeln» mit Julia Roberts, Kirsten Dunst, Julia Stiles, Maggie Gyllenhaal, Regie: Mike Newell. Columbia.

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