Publiziert

RückansichtFreie Sicht auf den Hintern

Das Londoner Label Sibling erlaubt freie Sicht auf den Allerwertesten und macht daraus einen Trend für Mutige.

von
Marc-André Capeder
Polarisiert ganz schön: Unterhosen sind bei diesem Look definitiv Tabu.

Polarisiert ganz schön: Unterhosen sind bei diesem Look definitiv Tabu.

Schnappatmung in der Frontrow am Wochenende bei der Show des jungen Londoner Labels Sibling: An der London Collections Men schickten die Designer ihre Models in seitlich geschnürten Hosen und strategisch platzierten Cut-outs über den Runway. Mehr als gut zu sehen: Der wohlgeformte Hintern der Models – Unterhosen sind bei diesem Look definitiv Tabu.

Inspiration für ihre Sommerkollektion 2016 fand das Label beim American Football und – für eine Männerkollektion sicherlich eine Premiere – bei Cheerleader-Uniformen. So trugen die Models neben Schulterpolstern auch Glitzer-Tops und Pompons.

Alexander McQueen hat den teilentblößten Hintern schon 1996 zum Modethema gemacht. An der New Yorker Fashion Week präsentierte der inzwischen verstorbene Designer die sogenannte Bumster-Jeans. Eine Jeans, die so tief geschnitten ist, dass vorne das Schamhaar und hinten der Poansatz zu sehen ist.

Die Bumsters wurden zu McQueens Signature-Look und tauchten in seinen Kollektionen immer mal wieder auf, etwa auch bei eleganten Frauenröcken. In einem Interview meinte er einmal dazu: «Dieser Teil des Körpers, nicht die Pobacken, sondern viel mehr das Ende der Wirbelsäule, ist der erotischste Teil eines jedes Körpers. Egal, ob Mann oder Frau.»

Deine Meinung