Entspannung: Freigelassene britische Segler in Dubai
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EntspannungFreigelassene britische Segler in Dubai

Der Iran hat fünf in der vergangenen Woche festgenommene britische Segler wieder freigelassen und damit weitere Spannungen mit dem Westen vermieden. Sie sind unterdessen in Dubai angekommen.

von
Ali Akbar Dareini
AP

Wie die amtliche Nachrichtenagentur IRNA meldete, wurden die Briten wieder auf freien Fuss gesetzt, nachdem ihre Vernehmung ergeben hatte, dass sie versehentlich in iranisches Gewässer gelangt waren. Noch am Abend legte die Jacht sicher in Dubai an. Grossbritannien zeigte sich erleichtert.

«Wir wurden sehr gut behandelt», sagte David Bloomer, einer der befreiten Segler, der BBC. «Sie haben sehr schnell gemerkt, dass wir keinerlei bösen Absichten hatten.» Das Eindringen in iranische Gewässer sei ein Versehen gewesen. Die Gegend sei zudem nicht als Sperrgebiet markiert gewesen, sagte Bloomer weiter.

Diplomatie im Hintergrund

Das Büro von Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte zuletzt am Dienstag damit gedroht, die Segler vor Gericht zu stellen, falls sie die «nationale Sicherheit» des Irans verletzen wollten. Grossbritannien hatte sich aber stets bemüht, den Fall aus der Politik herauszuhalten. «Das ist eine menschliche Geschichte. Sie hat nichts mit Politik zu tun, sie hat nichts mit dem (vom Westen kritisierten iranischen) Programm zur Urananreicherung zu tun», hatte der britische Aussenminister David Miliband betont. Er lobte am Mittwoch die iranischen Behörden, die den Fall auf «professionelle Weise» gelöst hätten.

Das Aufbringen der Rennjacht «Kingdom of Bahrain» hatte auch die Beziehungen Irans zum arabischen Nachbarn belastet. Die Regierung Bahrains bemühte sich, den Iranern deutlich zu machen, dass die Jacht aus Versehen in iranische Gewässer gelangt sei. Die «Kingdom of Bahrain» sollte am Dubai-Muscat Offshore Sailing Race teilnehmen, dass dann am 26. November ohne die Jacht begann.

Nicht so viel Glück wie die Briten hatte vor einigen Jahren der deutsche Angler Donald Klein, der im März 2007 erst nach 16 Monaten Haft im Iran nach Deutschland zurückkehren konnte. Auch er war mit einem Segelboot in den an den Iran grenzenden Gewässern unterwegs gewesen und dann in iranischem Hoheitsgebiet aufgebracht worden.

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