Freikirchler gegen Sexmesse
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Freikirchler gegen Sexmesse

Freikirchler blasen zum Angriff gegen die Sexmesse Extasia und rufen am nächsten Freitag zur Demo auf.

Für die knapp bekleidete Posterlady in Schwarz hat der Hinwiler Walter Grimm höchstens ein Naserümpfen übrig. Seit Wochen wirbt die Dame auf hunderten Plakaten für die Sexmesse Extasia, die vom 31. August bis zum 2. September im Hallenstadion über die Bühnen geht.

Auf dem Programm stehen unter anderem ein 3-D-Pornokino, eine Menstrip-Show und ein Fetish Village. «Das ist alles unglaublich schädlich», ist Grimm überzeugt.

Gemeinsam mit rund 50 Mitgliedern verschiedener Freikirchen und besorgten Eltern rufe er deshalb zur Kundgebung auf, die am nächsten Freitagabend bei der Tramschlaufe vor dem Stadion stattfinden soll. Man wolle Flyer verteilen und das Gespräch mit den Messebesuchern suchen. «Das Gesuch ist bei uns eingegangen», bestätigt Polizeisprecherin Susann Birrer. Man werde es der Stadträtin zur Annahme empfehlen.

Mit Widrigkeiten zu kämpfen hatten die Veranstalter der Sexmesse schon im letzten Jahr. Für rote Köpfe sorgte damals die Ansage, mitten im Messegewusel werde ein Porno gedreht. Politiker zeigten sich entsetzt. Die Polizei schritt ein, worauf die Sex-Show in einen separaten Raum verbannt wurde.

Nun wird aber erneut mit einer Live-Sex-Show geworben. «Diesmal findet sie in einer Openair-Zone vor dem Stadion statt», erklärt Extasia-Sprecher Jvo Ganz. «Und das ist legal», sagt Birrer auf Anfrage.

Alexandra Roder

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