Forderungen erhöht: Freilassung der Schweizer Geisel geplatzt

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Forderungen erhöhtFreilassung der Schweizer Geisel geplatzt

Laut Medienberichten wäre die im Jemen entführte Schweizerin am Wochenende beinahe freigekommen. Offenbar überlegte es sich Al Kaida im letzten Moment anders.

von
kri
Die entführte Schweizerin in ihrer ersten Video-Botschaft (Bild: Screenshot Youtube)

Die entführte Schweizerin in ihrer ersten Video-Botschaft (Bild: Screenshot Youtube)

Die im März von Al Kaida im Jemen entführte Schweizerin stand am Wochenende offenbar kurz vor der Freilassung. Laut Medienberichten hätte die Sprachlehrerin, von der kurz zuvor eine neue Video-Botschaft aufgetaucht war, am Samstag zusammen mit dem ebenfalls entführten saudischen Vize-Konsul im Jemen freikommen sollen. Die «Yemen Post» vermeldete gar, die 34-Jährige sei bereits auf dem Weg in die Hauptstadt Sanaa. Doch wenig später musste die Zeitung zurückrudern.

Laut Reuters hatten sich die jemenitischen Behörden unter Vermittlung lokaler Stammesführer mit Al Kaida auf die Freilassung geeinigt. Doch in letzter Sekunde hätten die Entführer ihre Forderungen noch einmal erhöht, wurde ein Regierungsvertreter in der «Yemen Post» zitiert. Al Kaida soll für die Schweizerin 15 Millionen Dollar Lösegeld fordern.

Das Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) in Bern hat die Freilassung der Schweizerin nicht bestätigt. Die Meldungen über die gescheiterte Übergabe wollte Sprecher Tilman Renz «im Interesse der Sicherheit der Geisel» nicht kommentieren. Diese war Mitte März aus ihrem Haus in Hudaida am Roten Meer von Bewaffneten entführt worden. Sie arbeitete in der im Westen Jemens gelegenen Stadt für ein Sprachinstitut. Ihre Entführer sollen sie in der Provinz Schabwa gefangen halten.

Hier wurde die Schweizerin entführt:

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