Freispruch für Polizisten – wer schlug Jugendlichen?

Aktualisiert

Freispruch für Polizisten – wer schlug Jugendlichen?

Das Strafgericht hat einen Polizisten vom Vorwurf des Amtsmissbrauchs freigesprochen. Ihm war vorgeworfen worden, einen Jugendlichen geschlagen zu haben.

Ein damals 17-jähriger Schweizer hatte sich im März 2003 nach dem Besuch des Spiels FCB – GC einer Demonstration angeschlossen, bei der es zu Ausschreitungen kam. Die Polizei war auf ihn aufmerksam geworden, als er auf dem Centralbahnplatz versuchte, ein Plakat anzuzünden. Als zwei Polizisten in Zivil den Jugendlichen festnehmen wollten, kam es zu einem Gerangel. «Ich habe mich gegen die Festnahme gewehrt», so der Teenager.

Dann sei er im Innern eines Kastenwagens der Polizei mehrmals ins Gesicht geschlagen worden. Er wisse nicht 100-prozentig, ob es der Angeklagte gewesen sei, der ihn geschlagen habe. Der Polizist bestritt die Vorwürfe. Der Freispruch erfolgte im Zweifel: «Es fehlen Mosaiksteinchen bei der Indizienkette», betonte der Gerichtspräsident. Die Anklage hatte Schuldspruch wegen Amtsmissbrauch und 60 Tage Gefängnis bedingt gefordert.

(aj/SDA)

Deine Meinung