Aktualisiert 12.02.2012 18:41

Luzern

Freiwillige setzen auf Social Media

Immer weniger Personen engagieren sich im Kanton Luzern freiwillig. Mit Facebook, Twitter und Co. sollen jetzt vor allem mehr Junge ins Boot geholt werden.

von
Sarah Rivoli
Ohne freiwillige Betreuer geht es nicht.

Ohne freiwillige Betreuer geht es nicht.

Über 100 000 Stunden ehrenamtliche Arbeit werden in Horw jedes Jahr geleistet. Trotzdem: «Wir brauchen mehr Freiwillige, um Aufgaben wie etwa die Betreuung von Menschen mit Behinderungen weiter anbieten und finanzieren zu können», sagt Peter Hruza. Er ist Leiter der Fachstelle Benevol Luzern, der einzigen Plattform im Kanton, die sich für alle Formen von Freiwilligenarbeit einsetzt. Ausserdem sei es schwierig, neue Leute für die Freiwilligenarbeit zu finden. «Die nötige Verantwortung zu übernehmen schreckt viele ab. Besonders der jüngeren Generation fällt es schwer, sich über einen längeren Zeitraum zu verpflichten», so Hruza.

Über Facebook, Twitter und Co. sollen Institutionen jetzt den Draht zu Jugendlichen finden. «Denn die Jungen von heute sind die Freiwilligen von morgen», so Hruza. Deshalb hat Benevol Luzern die Fachtagung ­E-Freiwillig organisiert. Dort wird den Verantwortlichen für Freiwilligenarbeit gezeigt, wie das veränderte Kommunikationsverhalten der Jugendlichen genutzt werden kann. «Ich kann mir gut vorstellen, dass wir mit dem Einsatz von Social Media mehr Freiwillige gewinnen können», sagt Rolf Mägli, Direktor der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern. Die Fachtagung findet am 15. März in der Stiftung Brändi in Kriens statt.

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