Basel - «Freizeitgärten sind Brutstätten für Tigermücken»

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Basel«Freizeitgärten sind Brutstätten für Tigermücken»

Die Tigermücke breitet sich in Basel weiter aus. Jetzt nimmt der Kanton die Freizeitgärten ins Visier, wo Brutstätten der potenziellen Trägerin von Krankheitserregern oft unentdeckt bleiben.

von
Seline Bietenhard
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Die Tigermücke fällt durch ihre schwarz-weisse Musterung auf. Die invasive und lästige Mücke breitet sich in der Region Basel immer weiter aus.

Die Tigermücke fällt durch ihre schwarz-weisse Musterung auf. Die invasive und lästige Mücke breitet sich in der Region Basel immer weiter aus.

James Gathany
Das Kantonale Laboratorium Basel Stadt hat deshalb zusammen mit dem Amt für Umweltschutz und Energie Baselland eine Informationskampagne gegen die Tigermücke lanciert.

Das Kantonale Laboratorium Basel Stadt hat deshalb zusammen mit dem Amt für Umweltschutz und Energie Baselland eine Informationskampagne gegen die Tigermücke lanciert.

James Gathany
Zunächst wurde die Tigermücke im Grenzgebiet zu Frankreich beim Autobahnzoll und rund um den Rheinhafen sesshaft. Doch längst ist die Tigermücke in der Stadt und im Umland angekommen.

Zunächst wurde die Tigermücke im Grenzgebiet zu Frankreich beim Autobahnzoll und rund um den Rheinhafen sesshaft. Doch längst ist die Tigermücke in der Stadt und im Umland angekommen.

Kantonslabor BS

Darum gehts

  • Die Tigermücke breitet sich in Basel weiter aus.

  • Das Kantonale Laboratorium führt deshalb eine Informationskampagne durch.

  • Mit der Kampagne soll die Bevölkerung über die Mücken informiert werden.

  • Einen besonderen Fokus legt die Kampagne hier auf Freizeitgärten, da diese gerne als Brutstätten dienen.

Bereits seit einigen Jahren wird die Tigermücke auch in Basel beobachtet. Seitdem breiten sich die aggressiven Stechmücken stetig aus. So haben sich die Mücken bereits in den Basler Quartieren St. Johann und Kleinhüningen fest angesiedelt. Auch im Baselbiet wurden 2020 die ersten Tigermücken gemeldet. Nun legen Funddaten des Kantonalen Laboratoriums nahe, dass auch im Quartier Neubad eine Ansiedlung bevorsteht.

Das Kantonale Laboratorium Basel Stadt hat deshalb zusammen mit dem Amt für Umweltschutz und Energie Basel-Landschaft eine Informationskampagne lanciert, die die Bevölkerung über die Mücken informieren soll und so mögliche Brutstätten eliminiert werden können. Die aktive Mithilfe sei hier zentral, da die Tigermücke ansonsten immer häufiger verschleppt werde, heisst es in der Medienmitteilung des Kantons.

Besonderer Fokus auf Freizeitgärten

Ein besonderer Fokus der Kampagne wird hier auf die Freizeitgärten gelegt. «In Gärten gibt es besonders viele Brutstätten für die Tigermücke», heisst es in der Mitteilung. Dies, weil dort oft mit Regenwasser oder stehendem Wasser gearbeitet werde. Gemäss der Biosicherheitsinspektorin Ann-Christin Honnen vom Kantonalen Laboratorium reichen bereits kleine Wassergefässe für die Vermehrung aus. «Es ist ein Problem, dass die Leute bei den Freizeitgärten nicht immer vor Ort sind. So können Brutstätten schnell übersehen werden», so Honnen.

Die zuständige Fachstelle der Stadtgärtnerei Basel wird Pächter betroffener Freizeitgärten bei der Bekämpfung aktiv unterstützen. So stehe ein neues Merkblatt in insgesamt 13 Sprachen zur Verfügung, welches die kulturelle Vielfalt der Freizeitgärtner unterstützen würde, heisst es weiter in der Medienmitteilung.

So werden die Tigermücken bekämpft

Als einfachste Massnahme gegen die Bildung von Brutstätten wird empfohlen, unnötige Wasserbehälter zu vermeiden. Unbenutzte Behälter sollten umgedreht oder unter einem Dach gelagert werden, damit sich kein Regenwasser sammeln kann. Regentonnen können mit einem Netz verschlossen werden und Kinderplanschbecken sollten wöchentlich geleert werden, empfiehlt das Kantonale Laboratorium.

Mücken mit der verdächtigen schwarz-weissen Musterung können der Meldestelle des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institutes gemeldet werden.

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