Freizeitunfälle: Die Gefahr lauert in Haus und Garten
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Freizeitunfälle: Die Gefahr lauert in Haus und Garten

Die volkswirtschaftlichen Kosten bei Nichtberufsunfällen sind gigantisch. Die Gefahr lauert an allen Orten und kostet die Volkswirtschaft jährlich ein Vermögen.

54.4 Milliarden Franken. Die volkswirtschaftlichen Kosten aller Nichtberufsunfälle in der Schweiz hat auch die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) überrascht. «Das ist tatsächlich noch höher, als wir erwartet haben», sagt Natalie Rüfenacht gegenüber 20minuten.ch. In diesem Betrag sind sämtliche materiellen (z. B. medizinische Kosten, Kosten durch Arbeitsausfälle) und immateriellen (Verlust an Lebensqualität) Folgekosten eines Unfalls einberechnet.

Auffallend: Über 400 000 Menschen ziehen sich jährlich in ihrem Haus oder Garten Verletzungen zu. Rund 170 000 Personen ziehen sich dabei Verletzungen durch Stürze zu. In der bfu-Statistik sind diese Fälle unter dem Stichwort «Umhergehen in Haus und Garten» vermerkt. Betroffen sind davon vor allem betagte Menschen, wie Rüfenacht bestätigt.

Dass man sich an allerhand Orten verletzen kann, beweist die Statistik «Verletzungen nach Betätigung». So ist zum Beispiel «spielen und necken» nicht ungefährlich: 80 000 Personen verletzen sich jährlich dabei. Auch unter dem Stichwort «Mahlzeiten» finden jährlich rund 15 000 Personen in der Verletzungsstatistik Eintrag. Über 11 000 Menschen ziehen sich zudem Kratzer im Zusammenhang mit ihren Haustieren (nicht landwirtschaftliche Tierhaltung) zu.

Für die Betroffenen sind diese Erfahrungen schmerzhaft, für die Allgemeinheit kommen sie teuer zu stehen. Die rund eine Million Menschen, die sich jährlich in ihrer Freizeit verletzen, verursachen Kosten über 1700 Franken pro Einwohner und Jahr. Es erstaunt deshalb nicht, dass die bfu schreibt: «Das Resultat macht deutlich, dass die Anstrengungen zur Prävention von Nichtberufsunfällen intensiviert werden müssen.»

(meg)

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