Aktualisiert 28.08.2005 17:53

Freizügigkeit: Gegnerschaft verspürt jetzt Rückenwind

Vier Wochen vor der Abstimmung haben die Befürworter der Personenfreizügigkeit an Boden verloren: Nur noch 42% würden ein Ja in die Urne legen.

Dies zeigt eine Umfrage von «Le Matin Dimanche». Während am 19. August noch 49% der Stimmberechtigten Ja zur Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf die neuen EU-Staaten gesagt hätten, sind es nun nur noch 42%. Der Anteil der Gegner hingegen ist von 36% auf 39% gestiegen. Damit nahm die Differenz zwischen den beiden Lagern von 13% auf knappe 3% ab. Der Anteil der Unentschlossenen stieg von 15% auf 19%.

Vor allem Stimmberechtigte im Alter von 18 bis 34 Jahren sind sehr skeptisch: Nur gerade 35% von ihnen würden ein Ja in die Urne legen; 43% hingegen ein Nein. Die meisten Befürworter findet man in der Romandie (47%) und in urbanen Regionen (46%).

«Es ist klar, dass die Abstimmung am 25. September knapp wird», so SP-Sprecher Nicolas Galladé. Die SP sei aber auf gutem Wege und werde in den verbleibenden vier Wochen noch alles geben. Galladé: «Ein Vorteil dieses Resultats ist, dass wir uns nicht in falscher Sicherheit wiegen.»

Freude über das Resultat herrscht hingegen bei der SVP: «Unsere Chancen sind nach wie vor intakt», so SVP-Sprecher Simon Glauser. Auch die SVP nutzt die Zeit bis zur Abstimmung am 25. September noch für verschiedene Aktionen.

(csr)

Frühstücken für die Freizügigkeit

40 000 Personen haben am Samstag am ersten Nationalen Fabrik-Znüni teilgenommen. Schweizweit hatten 100 Unternehmen und Gewerbebetriebe dazu eingeladen.

Organisiert wurde das Fabrik-Znüni vom Komitee «Schweizer Wirtschaft für die Bilateralen». Die Zustimmung zum Abkommen über die Ausweitung der Personenfreizügigkeit sei eine wichtige Grundlage für das Wachstum und für neue Arbeitsplätze in der Schweiz.

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