«Freizügigkeit Nein»-Page weckt Zorn
Aktualisiert

«Freizügigkeit Nein»-Page weckt Zorn

Economiesuisse schaltet heute die Internetseite
www.personenfreizuegigkeit-nein.ch auf, um für ein Ja am 25. September zu werben. Die Gegner schäumen vor Wut.

Vor knapp 2 Jahren reservierte sich der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse die Homepage www.personenfreizuegigkeit-nein.ch. Heute wird sie aufgeschaltet – mit Ja-Argumenten und Links zu offiziellen Pro-Seiten.

«Wir wollten den Gegnern ein Schnippchen schlagen», begründet Urs Rellstab, Kommunikationsleiter von Economiesuisse, die Strategie. Die Abstimmung sei für die Wirtschaft enorm wichtig. Rellstab: «Daher wollen wir es den Gegnern so schwer wie möglich machen.»

Bereits die Registrierung der Homepage war bei den Personenfreizügigkeits-Gegnern auf harsche Kritik gestossen. Dass diese Seite nun sogar für Pro-Argumente «missbraucht» werde, ist für Bernhard Hess der Gipfel. «Das grenzt an Irreführung der Stimmberechtigten», wettert der SD-Nationalrat und will juristisch abklären lassen, ob dieses Vorgehen gegen Treu und Glauben verstosse.

«Ich hätte Hemmungen, auf diese Art und Weise für eine Abstimmung zu werben», so Hess weiter. Im Gegenzug sicherten sich die Gegner www.lohndumping.ch, um mit einem fürdie Gewerkschaften typischen Slogan für ein Nein zur Personenfreizügigkeit zu werben.

Nico Menzato

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