Gefühlsduselei: Freude oder Hunger?
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GefühlsduseleiFreude oder Hunger?

Falls Sie zu den Haustierbesitzern gehören, gibt es für Sie bestimmt keinen Zweifel, dass auch Tiere Gefühle haben. Ein wissenschaftlicher Beweis ist jedoch schwierig. Beweisen Sie es uns doch mit Fotos, auf denen Ihrem Bello, Strubeli oder Flipper die Emotionen ins Gesicht geschrieben sind.

Der US-amerikanische Psychologe und Neurowissenschaftler Joseph LeDoux glaubt, dass auch Tiere Emotionen haben. Jedoch wird in der Spiegel-Online-Serie «Was halten Sie für wahr, ohne es beweisen zu können» klar, dass ein wissenschaftlicher Beweis für ein Bewusstsein bei Tieren schwierig ist, da sie eine andere Hirnstruktur als wir Menschen haben. Emotionales Verhalten wie zum Beispiel eine Ratte, die sich bei Gefahr tot stellt oder eine Katze, die einen beim Nachhausekommen in die Arme springt, lassen auf Emotionen schliessen. Doch was als Gefühl gewertet wird, könnte auch einfach ein Instinkt sein, und die vermeintlich freudige Katze könnte sich als hungriges Tier entpuppen, welches die Heimkehr des Besitzers bloss mit der Fütterungszeit verbindet.

Meine Rosa hat Angst vorm Regen

«Papperlapapp!» mögen Sie nun denken. «Ich kenn doch meine Ratte Rosa, meinen Kater Karlo oder meinen Hasen Hoppel. Und ich weiss, wann mein Tierchen Angst hat, wann es sich freut und wann es beleidigt ist.» Dann schauen Sie sich erst einmal dieses Video vom Löwen Christian an, der von zwei australischen Menschenvätern aufgezogen und dann in der Wüste Afrikas freigelassen wurde. Ein Jahr später flogen die Australier nach Kenia, um das Raubtier zu besuchen.

Haben auch Sie ein Bild von Ihrem Haustier, worauf diesem die Emotionen scheinbar unverkennbar ins Gesicht geschrieben stehen? Zeigen Sie Ihr Foto und lassen Sie auch die anderen User glauben, was Joseph LeDoux nicht beweisen kann.

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