Aktualisiert 28.03.2011 22:37

Liestal BLFreuden und Leiden nach den Wahlen

Der Wahlsonntag im Baselbiet war voller Überraschungen: Während die FDP und SVP nun über die Bücher gehen, freuen sich GLP und BDP über den Einzug in den Landrat.

von
Denise Dollinger
Freunde und Parteimitglieder freuen sich über Rebers Wahl. (Foto: Martin Graf)

Freunde und Parteimitglieder freuen sich über Rebers Wahl. (Foto: Martin Graf)

Der frisch gebackene Regierungsrat Isaac Reber feierte seinen Überraschungserfolg am Sonntagabend mit politischen Weggefährten, Freunden und Bekannten. Und auch andere jubelten: Vor rund einem Jahr wurde die BDP Basel-Landschaft gegründet – nun hat die Partei bei den Landratswahlen vier Sitze ergattert. Laut Parteipräsident Dieter Widmer ein gutes Gefühl: «In den kommenden vier Jahren wollen wir zu einer bedeutenden und lösungsorientierten Partei werden», sagt er. Auch die GLP, die neu mit drei Sitzen im Landrat vertreten ist, zeigt sich zufrieden: «Wir freuen uns über den Einzug ins Parlament. Nun ­wollen wir unsere ökologische Politik konkret umsetzen», sagt Wahlkampfleiter Michael Zeugin.

Währenddessen steht man bei der FDP «unter Schock»: Sechs der sieben Sitze gingen den Freisinnigen verloren. «Wir wussten, dass es mit den zwei neuen und unverbrauchten Parteien eng wird, aber dieses Resultat schleckt keine Geiss weg», sagt Parteipräsident Michael Herrmann. Nun müsse man über die Bücher. Anders tönt es bei der SVP: Obwohl Regierungsrat Jörg Krähenbühl abgewählt wurde, gibt es bei der Partei kein Wundenlecken: «Mit

24 Sitzen sind wir nun die stärkste Fraktion im Parlament – das zeigt, dass das Volk mehr SVP-Politik will», so Parteipräsident Dieter Spiess. Bei der nächsten Regierungsratsvakanz werde man wieder antreten.

Wahlbetrug?

Wie Telebasel gestern berichtete, ermittelt die Baselbieter Erste Staatsanwältin Angela Weirich wegen möglichen Wahlbetrugs. Eine neu gewählte Landrätin der SP soll handschriftlich 100 freie Listen in Birsfelden und Muttenz ausgefüllt haben.

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