Aktualisiert 03.02.2005 17:08

Freund erschossen - 18 Jahre Zuchthaus

18 Jahre Zuchthaus wegen Mordes und Irreführung der Justiz: So lautet das Urteil gegen die Frau, die im Oktober 2000 in Ueberstorf FR ihren Freund erschossen und verbrannt hat.

Das Strafgericht des Sensebezirks blieb damit zwei Jahre unter dem Antrag des Staatsanwalts. Dieser hatte 20 Jahre verlangt. Die Verteidigung hatte ihrerseits 18 Monate bedingt wegen fahrlässiger Tötung beantragt. Der Anwalt der Zivilpartei hatte auf Lebenslänglich sowie 300 000 Fr. Genugtuung plädiert.

Leiche verbrannt und vergraben

Die Angeklagte hatte ihren damaligen Freund, einen 26-jährigen Arzt, erschossen, weil er sie verlassen wollte. Danach verbrannte sie dessen Leiche und vergrub sie auf dem Grundstück ihres Gartens. Nach dem Verschwinden des Opfers am 16. Oktober 2000 hatte sie die Tat zunächst geleugnet.

Während rund zehn Tagen hatte die Angeklagte vorgegeben, sie und ihr Freund seien von zwei Maskierten angeriffen worden. Dadurch löste sie eine grossangelegte Suchaktion der Freiburger Kantonspolizei aus. Später gestand die Frau, auf ihren Freund geschossen zu haben, ohne ihn töten zu wollen.

(sda)

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