Frauenhandel in Spanien: «Freund» wollte Rumänin in die Schweiz verkaufen
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Frauenhandel in Spanien«Freund» wollte Rumänin in die Schweiz verkaufen

Vier Männer wollten eine junge Rumänin an einen Frauenhändler in der Schweiz verkaufen. Die Polizei konnte die Täter verhaften und die Frau befreien.

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Der spanischen Polizei ist ein Coup gegen den Frauenhandel gelungen: Sie konnte eine junge Rumänin vor dem Verkauf an eine Person in der Schweiz bewahren.

Der spanischen Polizei ist ein Coup gegen den Frauenhandel gelungen: Sie konnte eine junge Rumänin vor dem Verkauf an eine Person in der Schweiz bewahren.

Kein Anbieter/Wikimedia/Krokodyl

Die spanische Polizei hat eine junge Rumänin aus den Fängen von Frauenhändlern befreit. Die Frau hätte an eine Person in der Schweiz verkauft werden sollen – wo sie weiter sexuell ausgebeutet und zur Prostitution gezwungen werden sollte. Insgesamt wurden vier Männer verhaftet, unter ihnen auch ein Minderjähriger, wie spanische Medien berichten.

Laut der Polizei hat ein Rumäne mit der jungen Frau in ihrem Heimatland angebandelt und eine Liebesbeziehung vorgetäuscht. So gelang es ihm, sie davon zu überzeugen, mit ihm und einem Landsmann nach Spanien zu reisen. Von dort aus wurde sie zu einem Haus in Cunit (Tarragona) gebracht, wo ein minderjähriger Rumäne und ein Marokkaner lebten.

Nachdem der Marokkaner sie zum ersten Mal sexuell missbraucht hatte, hörte sie, wie er am Telefon weitere Männer einlud, sie ebenfalls zu vergewaltigen. Bei einem dieser Gespräche hörte die Rumänin, wie der Marokkaner sagte, er werde sie an jemanden in der Schweiz verkaufen.

Verprügelt und bestohlen

Dies alles erzählte sie ihrem Freund und flehte ihn an, mit ihr den Ort zu verlassen. Ihr «Freund» aber war in den Verkauf der jungen Frau verwickelt und hoffte, gutes Geld mit ihr zu machen. Er besprach alles mit den anderen zwei und tat dann so, als flüchte er mit ihr und seinem Kollegen nach Madrid.

Dort stellte sie den beiden Männern unzählige Fragen und realisierte bald, dass ihre beiden Begleiter genauso vorhatten, sie in die Schweiz zu verkaufen. Die Situation eskalierte. Die Männer verprügelten sie und nahmen ihr das Handy und die Ausweispapiere weg. Doch die die Rumänin konnte flüchten.

Alle vier Peiniger konnten verhaftet werden

Sie irrte durch die Strassen Madrids, bis ihr schliesslich eine Frau half und sie auf den Polizeiposten in Cuidad Lineal begleitete. Dort erzählte sie den Beamten alles. Die Polizisten konnten die zwei Rumänen wenig später festnehmen.

Die zentrale Brigade gegen Menschenhandel vom Generalkommissariat der Ausländer- und Grenzpolizei spürte schliesslich die anderen zwei Männer in Tarragona auf und verhaftete sie ebenfalls. Gegen den Minderjährigen war bereits ein europäischer Haftbefehl erlassen worden.

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