Jessica Hardy: Freundin von Schweizer Top-Schwimmer Meichtry gedopt?
Aktualisiert

Jessica HardyFreundin von Schweizer Top-Schwimmer Meichtry gedopt?

Jessica Hardy, die beste Brustschwimmerin der USA und Freundin des stärksten Schweizer Schwimmers Dominik Meichtry, ist Anfang Juli an den Olympia-Trials in Omaha (Nebraska) gemäss mehreren US-Medien positiv auf Doping getestet worden.

Ein Trainer, der nicht zur Olympia-Delegation gehört und anonym bleiben will, bestätigte die brisante Information gegenüber dem Swimming World Magazine. Die 21-jährige Kalifornierin ist gemäss Teamkollegen und ihrem Manager Evan Morgenstein aus dem Trainingslager in Palo Alto (Kalifornien) abgereist und nach Hause zurückgekehrt.

Das Olympia-Portal des Fernsehsenders NBC meldete, dass neben der A- auch die B-Probe positiv ausgefallen sei. Details zur verwendeten Substanz wurden bisher nicht bekannt. Manager Morgenstein sagte, er habe etwas von widersprüchlichen Testresultaten seines Schützlings gehört, Einzelheiten kenne er aber keine. Hardy habe ihm am Telefon gesagt, nie etwas Falsches getan und nie betrogen zu haben.

Jessica Hardy hatte sich an den US-Trials nicht nur über 100 m Brust, sondern auch über 50 m Crawl für die Olympischen Spiele qualifiziert. Sie wäre ausserdem eine wichtige Stütze der 4x100-m- Crawl- und der Lagen-Staffel. Ein erstes grosses Ausrufezeichen setzte Hardy an den Weltmeisterschaften 2005 in Montreal, wo sie den Weltrekord über 100 m Brust verbesserte. Anfang Februar 2006 wurde sie von der Australierin Leisel Jones abgelöst, die in Peking als Topfavoritin antritt.

(si)

Deine Meinung