Aktualisiert 16.03.2006 13:45

Freundlichkeit wider Willen kann krank machen

Wer im Job ständig freundlich sein muss, hat offenbar ein erhöhtes gesundheitliches Risiko. Besonders gefährdet sind Stewardessen, Verkäufer und Mitarbeiter von Call-Centern.

Nach einem Bericht in der April-Ausgabe der Zeitschrift «Guter Rat» haben dies Psychologen an der Universität Frankfurt am Main herausgefunden.

Die Arbeitsgruppe von Professor Dieter Zapf von der Abteilung Arbeits- und Organisationspsychologie hatte Studenten in einem fiktiven Call-Center von einer angeblichen Kundin beschimpfen lassen. Einige der Studien-Teilnehmer durften sich wehren, andere mussten freundlich bleiben.

Bei der Gruppe, die sich wehrte, sei der Herzschlag nur kurz beschleunigt gewesen, bei der anderen Gruppe habe das Herz noch lange nach dem Gespräch gerast. Das Fazit der Frankfurter Wissenschaftler: Menschen, die ihre wahren Gefühle leugnen müssen, leiden unter «emotionalen Dissonanzen». Sie könnten dadurch an Burn-out-Syndrom und Depressionen erkranken. Mehrere Studien hätten gezeigt, dass eine solche Arbeit nicht grundsätzlich krank machen müsse, aber unter bestimmten Voraussetzungen krank machen könne. (dapd)

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