100 Tage im Amt: Freysinger lobt den Stein-Dieb Varone

Aktualisiert

100 Tage im AmtFreysinger lobt den Stein-Dieb Varone

Oskar Freysinger ist seit 100 Tagen Walliser Staatsrat. Jetzt zieht er Bilanz. Nach anfänglichen Differenzen verstehe er sich nun hervorragend mit Polizeichef Christian Varone - dem in der Türkei verurteilten Stein-Dieb.

Die Sicherheit im Wallis sei in guten Händen, sagte Oskar Freysinger am Donnerstag anlässlich seiner Bilanz nach 100 Tagen in der Walliser Regierung. Der neue SVP-Staatsrat lobte den Polizeikommandanten Christian Varone, mit dem er sich «hervorragend» verstehe. Sein Amt als Nationalrat will Freysinger behalten.

Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Männern, die sich im Wahlkampf im Frühling gegenüberstanden, funktioniere bestens, sagte Freysinger vor den Medien in Sitten. Christian Varone sei deutlich, präzis und handle schnell.

Der neue Vorsteher des Departements für Bildung und Sicherheit (DBS) räumte ein, dass sich nach einem angespannten Beginn die Beziehungen zu seinen Amtskollegen normalisiert hätten. «Es gibt keine Konfrontation», sagte er.

Freysinger und die Reichskriegsflagge

Freysinger will Nationalrat bleiben

Das Regierungskollegium bestehe aus fünf Personen, die versuchten, die Kantonsverwaltung zu führen. Dazu sei Zusammenarbeit notwendig. «Man muss sich gegenseitig unterstützen, das funktioniert gut, die Diskussionen verlaufen wenig ideologisch», sagte Freysinger.

Er kündigte an, sein Amt als SVP-Nationalrat weiterführen zu wollen. Trotz Absenzen in den Sessionen der Eidgenössischen Räte bleibe das Amt machbar. Freysinger will bis zum Ende der Legislatur Nationalrat bleiben. (sda)

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