Aktualisiert 01.10.2015 07:48

FreiburgFri-Son fürchtet sich vor der Schliessung

Weil gegenüber vom Fri-Son eine Wohnsiedlung entstehen soll, haben die Clubbetreiber Angst vor einer Schliessung. Deshalb wehren sie sich nun.

von
nel
Das Fri-Son wehrt sich gegen den Bau einer Wohnzone.

Das Fri-Son wehrt sich gegen den Bau einer Wohnzone.

«Es hat fünf vor zwölf geschlagen: Fri-Son wird in naher Zukunft seine Pforten schliessen müssen, wenn die Stadt nicht ihren Entscheid zu Gunsten der Wohnüberbauung auf der Butte de Perolles überdenkt», heisst es in einer Medienmitteilung des Freiburger Clubs. Grund für die Aufregung: Gegenüber dem Lokal ist eine Wohnsiedlung geplant. Nun fürchtet man um den Kulturbetrieb. «Gute nachbarschaftliche Beziehungen wären in einer Wohnzone aufgrund der Nachtruhe nicht denkbar», so Vorstandsmitglied Florian Eitel. Schliesslich würde der Club, in dem schon Bands wie Nirvana aufgetreten sind, je nach Anlass bis zu 1500 Leuten anlocken.

Besserer Austausch mit den Behörden

Wann das Areal umgebaut wird, ist allerdings noch nicht klar. Derzeit ist ein Baugesuch hängig. Das Fri-Son hat dagegen nun Einsprache erhoben. Eitel zeigt sich auch enttäuscht von den Behörden: «Wir hatten bisher einen ständigen und guten Austausch. Noch vor kurzem hiess es, beim Fri-Son soll eine Ausgangsmeile entstehen – nun soll auf einmal umgezont werden.» Davon habe man das Fri-Son nicht in Kenntnis gesetzt.

Die Betreiber fordern nun die Behörden auf, ihre Pläne noch einmal zu überdenken: «In der jetzigen Phase hat das Baudepartement noch die Möglichkeit, statt der vorgesehenen Wohnungen Büro- oder Gewerberäumlichkeiten zu bauen», so Eitel. Ausserdem hat das Fri-Son ein Unterstützungskomitee gegründet. Dieses zählt bereits 1300 Mitglieder. Eitel: «Wenn das Fri-Son weg ist, verliert die Stadt einen Anziehungspunkt für junge Menschen.»

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