Basel: Fricktaler schmorte für Sauna-WM-Titel
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BaselFricktaler schmorte für Sauna-WM-Titel

Der 64-jährige Paolo Paris gehört zur Weltelite im Saunasport. Diese Woche vertraten er und sein Sohn die Schweiz an der WM in Finnland.

Das Prinzip an der Sauna-WM ist so simpel wie brutal: Eine Sauna, 110 Grad Cel­sius, sechs Männer – wer als Letzter rauskommt, ist der Sieger. Die Besten halten diese Tortur über ­eine Viertelstunde aus. «Danach hat man oft Brandblasen am ganzen ­Körper und sieht aus wie ein Indianer», sagt Paolo Paris auf Gipf-Oberfrick.

Der 64-jährige Rentner und sein ­33-jähriger Sohn Marcel Paris vertraten die Schweiz diese Woche an der Sauna-WM in Heinola in Finnland. «Leider trafen wir schon früh auf die späteren Gewinner», so Paris. Er wurde am Schluss 14. von 165 Teilnehmern, sein Sohn sogar siebter – hinter sechs Finnen. «Als Marcel rauskam, massen die Ärzte eine Körpertemperatur von 41 Grad Celsius», so der Vater. Bei 42 Grad Celsius fängt das Blut an zu gerinnen – das bedeutet Lebensgefahr.

Klar, dass da immer zwei Sanitäter bei der Sauna ­sitzen. «Die müssen immer auch ein paar rausholen, die kollabiert sind», so Paris. Überhaupt sind solche ­Wettkämpfe in Finnland eine ­grosse Sache. Über 1200 Fans feuern die Extremsportler zum Durchhalten an. Der Sieger kriegt einen Pokal – und einen brandneuen Hochleistungs-Saunaofen.

hys

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