«Kreative Protestformen»: Fridays for Future ruft zum Streik auf – in der Schweiz sind Sitzstreiks geplant
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«Kreative Protestformen»Fridays for Future ruft zum Streik auf – in der Schweiz sind Sitzstreiks geplant

Die Klimaschutzaktivisten von Fridays for Future planen einen neuen globalen Klimastreik. Er soll am Freitag, 19. März stattfinden. In der Schweiz werde es in mehreren Städten Sitzstreiks geben, sagt eine Klima-Aktivistin.

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Das Bild zeigt die Besetzung des Bundesplatzes im Herbst 2020. Für den Protest am 19. März seien in mehreren Schweizer Städten Sitzstreiks geplant, sagt eine Aktivistin von Fridays for Futures.

Das Bild zeigt die Besetzung des Bundesplatzes im Herbst 2020. Für den Protest am 19. März seien in mehreren Schweizer Städten Sitzstreiks geplant, sagt eine Aktivistin von Fridays for Futures.

NSA
Die Sitzstreiks in der Schweiz sollen in kleinen Gruppen von fünf Leuten stattfinden. Das Bild zeigt Aktivisten von Fridays for Future, die 2019 in Berlin auf die Strasse gingen.

Die Sitzstreiks in der Schweiz sollen in kleinen Gruppen von fünf Leuten stattfinden. Das Bild zeigt Aktivisten von Fridays for Future, die 2019 in Berlin auf die Strasse gingen.

REUTERS/Fabrizio Bensch
Demonstranten von Fridays For Future halten vor dem Deutschen Bundestag ein Banner mit der Aufschrift «Klimaschutz jetzt! Protect our climate now! There is no planet B» in die Luft. Ähnliche Szenen dürfte man auch bald wieder in der Schweiz sehen.

Demonstranten von Fridays For Future halten vor dem Deutschen Bundestag ein Banner mit der Aufschrift «Klimaschutz jetzt! Protect our climate now! There is no planet B» in die Luft. Ähnliche Szenen dürfte man auch bald wieder in der Schweiz sehen.

DPA/Kira Hofmann

Darum gehts

  • #NoMoreEmptyPromises – unter diesem Motto organisiert Fridays for Future neue Klimastreiks.

  • Geplant seien «kreative Protestformen» mit Hygienekonzepten am 15. März

  • Auch in der Schweiz soll es in mehreren Städten Protestaktionen geben.

Die Klimaschutzaktivisten von Fridays for Future (FFF) rufen für kommenden Freitag zum globalen Klimastreik auf. Unter dem Motto #NoMoreEmptyPromises – keine leeren Versprechungen mehr – wollen die Organisatoren in mehr als 50 Ländern gegen die Förderung fossiler Brennstoffe und die aus ihrer Sicht verfehlte Klimapolitik protestieren.

Schweizer Aktivisten planen Sitzstreiks

Auch in der Schweiz werde es Proteste geben, sagt die Klima-Aktivistin Lena Bühler auf Anfrage der Redaktion. In mehreren Schweizer Städten seien Sitzstreiks geplant, etwa in Bern, Zürich, Rapperswil und Aarau. Diese seien grösstenteils von der Polizei bewilligt. In Bern habe die Polizei den Aktivisten zum Beispiel erlaubt, rund 1,5 Stunden lang zu protestieren.

«Die Corona-Massnahmen werden wir einhalten», sagt Bühler. Die Sitzstreiks sollen in kleinen Gruppen von fünf Leuten stattfinden, man trage Masken und Desinfektionsmittel seien vorhanden. Für die Organisation der Klimastreiks seien die Regionalgruppen in der Schweiz in regem Austausch mit Fridays for Future, sagt Bühler.

Wie die Veranstalter von Fridays for Future betonen, wird es in diesem Jahr vielerorts «kreative Protestformen» mit Hygienekonzepten geben, etwa Fahrraddemos oder Kreide- und Kunstaktionen. Einen Teil des globalen Klimastreiks wollen die Aktivisten ins Netz verlagern. Die Teilnehmerzahl an den Protesten sei wegen der besonderen Situation in diesem Jahr nur schwer abzuschätzen, heisst es.

Bereits der siebte globale Klimastreik

Der Streik am kommenden Freitag ist bereits der siebte globale Klimastreik von Fridays for Future. Die Bewegung kämpft seit ihrer Gründung im Sommer 2018 gegen die Auswirkungen des Klimawandels und für die weltweite Einhaltung der Klimaziele.

Kennzeichnend für die Bewegung aus grösstenteils jungen Menschen waren Demonstrationen an jedem Freitag, die im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie monatelang nicht stattfanden. In diesem Jahr wollen die Aktivisten die Klima- und Umweltbelange wieder stärker ins Bewusstsein rücken.

In der Schweiz gab es schon mehrmals Proteste von Fridays for Future. In Bern besetzten Aktivisten den Bundesplatz, drei Tage nach der Räumung nahmen 2000 Personen an einem Protest in Bern teil.

(DPA/mur)

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