Swiss Indoors Basel: Frieden zwischen Federer und Brennwald
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Swiss Indoors BaselFrieden zwischen Federer und Brennwald

Die Wogen zwischen Swiss-Indoors-Turnierdirektor Roger Brennwald und Roger Federer haben sich geglättet. Es sei wieder alles so, wie es einmal war, bestätigt Brennwald.

Sechs Monate vor Turnierbeginn haben die Verantwortlichen der Swiss Indoors Basel die ersten Spielernennungen bekannt gegeben. Mit von der Partie sind Rafael Nadal (ATP 1), Stanislas Wawrinka (ATP 3) und Roger Federer (ATP 4). Derweil Nadal und Wawrinka mit dem Turnier langjährige Verträge eingegangen sind, sind mit Roger Federer, der 2013 ohne Startgage in Basel gespielt hatte, die Differenzen ausgeräumt worden. «Nach der Aufregung im letzten Jahr hat sich die Situation beruhigt», erklärte Turnierpräsident Roger Brennwald. Man könne auch sagen, es herrsche wieder Frieden, so Brennwald weiter. Die Modalitäten der Vereinbarungen wurden wie üblich nicht bekanntgegeben.

Die Swiss Indoors Basel vom 18. bis 26. Oktober sind der grösste alljährliche Schweizer Sportanlass. Das Turnier von 2014 ist mit einem Preisgeld von 1,915 Mio. Euro dotiert. Der Vorverkauf beginnt am 29. April entweder im Internet (www.swissindoorsbasel.ch) oder bei den Ticketcorner-Verkaufsstellen.

«Alles wieder so, wie es sein soll»

Die grosse Story hinter den ersten Spielernennungen ist aber zweifellos das «Friedensabkommen» zwischen den Turnier-Verantwortlichen und Roger Federer. Denn noch vor einem Jahr lag die Beziehung zwischen den Swiss Indoors und dem langjährigen Aushängeschild und einstigen Ballboy in Scherben. Federer trat 2013 ohne Vertrag und ohne die übliche Startgage in Basel an; beide Parteien reagierten gereizt auf das Dauerthema. Ein Jahr später herrscht wieder Frieden. Federer wird wohl weiter bis zum Karrierenende alljährlich in Basel dabei sein, «und alles ist wieder so, wie es vorher war und wie es auch sein soll», so Roger Brennwald. Roger Federer gewann sein Heimturnier während seiner beispiellosen Karriere fünf Mal (Rekord).

Die Basler Organisatoren wähnen sich nicht nur wegen Federers früher Startzusage wie im Märchen. «Das Märchen begann vor über zehn Jahren, als Roger Federer erstmals Wimbledon gewann. Es ging weiter, als Federer in Wimbledon nochmals gewann und die Nummer 1 der Welt wurde. Schon damals dachte ich: ‹Ich träume!› Und nun stehen sogar zwei Schweizer unter den ersten vier der Weltrangliste. Diese Konstellation ist einmalig und wird wohl auch einmalig bleiben. Etwas Besseres hätte dem Turnier nicht passieren können», so Brennwald weiter.

Wawrinkas Vertrag wurde vor zwei Jahren abgeschlossen

Nach Federers Antritt zum Nulltarif im Vorjahr profitieren die Swiss Indoors diesmal vom Fünfjahresvertrag mit Wawrinka. Dieser Kontrakt wurde vor zwei Jahren abgeschlossen, als Wawrinka in der Weltrangliste um Platz 20 herumturnte. Der Tennisverband führte damals die Verhandlungen mit dem Romand, der seine Teilnahme an allen Schweizer Events (Davis Cup, Basel, Gstaad) regelt. Verbandspräsident René Stammbach musste Brennwald 2012 sogar vom Sinn einer langfristigen Vereinbarung mit «Stan the man» überzeugen, obwohl Wawrinka vorher einmal am Konkurrenz-Turnier in Valencia statt in Basel teilgenommen hatte. Nun darf sich Brennwald die Hände reiben: Weil zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung niemand Wawrinka einen Grand-Slam-Triumph und einen derartigen Steigerungslauf zugetraut hat, erweist sich die Vereinbarung für das Basler Turnier nun als Glücksfall.

Programm noch offen

Im Gegensatz zu früheren Jahren steht bei Beginn des Vorverkaufs (ab nächstem Dienstag) noch nicht fest, welche Akteure wann spielen werden. Das Programm am Montag mit Show-Act, Eröffnungsfeier und einer Schlagerpartie wird erst im Juni feststehen. Das Basler Traumfeld dürfte jedoch Stars an allen Spieltagen garantieren. (si)

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