Aktualisiert 15.08.2013 02:31

Israel und PalästinaFriedensgespräche bleiben geheim – und schwierig

Die erste Runde der Friedensverhandlungen zwischen Israel und Palästina ist vorbei. Die Beteiligten sprechen von «ernsthaften» Gesprächen, rechnen aber nicht mit einem raschen Durchbruch.

von
jbu

Die Friedensverhandlungen zwischen Palästinensern und Israel sind am Mittwoch in Jerusalem unter grösster Geheimhaltung fortgesetzt worden. Nach dem Ende des Treffens unter Leitung der israelischen Justizministerin Zipi Livni und des palästinensischen Chefunterhändlers Saeb Erekat drangen zunächst keine Details an die Öffentlichkeit.

Aus israelischen Regierungskreisen verlautete indes, die Gespräche seien ernsthaft gewesen. Beiden Seiten hätten sich darauf verständigt, die Verhandlungen in Kürze fortzusetzen.

Mit einem raschen Durchbruch bei der neuen Verhandlungsrunde rechnen weder Israelis noch Palästinenser. Kurz vor dem Treffen in Jerusalem hatte Israel zwar als Geste des guten Willens 26 palästinensische Häftlinge freigelassen. Weitere sollen folgen.

Unmögliche Forderungen

Allerdings fühlen sich die Palästinenser vor allem durch die Entscheidung Israels vor den Kopf gestossen, im Westjordanland und in Ost-Jerusalem mehrere Tausend neue Wohnungen für jüdische Siedler zu errichten. Israel werde weiterhin unmögliche Forderungen stellen, um die Verhandlungen als sinnlos darstellen zu können, sagte Palästinenser-Vertreter Jasser Abed Rabbo.

Die Friedensgespräche waren erst im Juli nach fast drei Jahren Pause wiederaufgenommen worden. Um öffentliches Aufsehen zu vermeiden, wurden weder der genaue Ort noch der genaue Zeitpunkt der von den Vereinigten Staaten vermittelten Treffen mitgeteilt. Sie sollen abwechselnd in Jerusalem und in Jericho im Westjordanland stattfinden. (jbu/sda)

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