Aktualisiert 10.10.2003 14:30

Friedensnobelpreis geht an iranische Autorin

Der vielzitierte Favorit für den Friedensnobelpreis, Papst Johannes Paul II. geht leer aus: Der diesjährige Preis geht überraschend an die iranische Schriftstellerin Schirin Ebadi.

Dies teilte das Preiskomitee am Donnerstag in Oslo mit.

Das Nobelkomitee würdigte am Freitag Ebadis Einsatz für Menschenrechte, vor allem ihr Engagement für Frauen und Kinder. Dabei habe sie auch nicht auf eine Bedrohung ihrer eigenen Person Rücksicht genommen.

In ihrer Arbeit habe sich Schirin Ebadi stets für Gewaltfreiheit eingesetzt, erklärte das Nobelkomitee. Als bewusst lebende Muslimin sehe sie keinen Konflikt zwischen dem Islam und der Achtung der Menschenrechte. Wichtig sei ihr stets der Dialog zwischen verschiedenen Kulturen und Religionen.

(dapd)

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