Frieren für den Klimaschutz
Aktualisiert

Frieren für den Klimaschutz

Im Kampf gegen den Treibhauseffekt geht das japanische Umweltministerium mit gutem Beispiel voran: Die Behörde drehte diese Woche bei Aussentemperaturen um zehn Grad alle Heizungen ab.

Die Beschäftigten können sich nicht einmal Tee kochen.

«Es ist derzeit nicht so kalt. Wir halten uns alle warm mit der Abwärme unserer Computer», sagte Ministeriumssprecher Masanori Shishido am Donnerstag. Er räumte zugleich ein, lange Unterhosen zu tragen. «Ich denke, dass wir dem Rest des Landes ein gutes Vorbild abgeben.»

Japan droht seine im Kyoto-Protokoll eingegangenen Verpflichtungen zu verfehlen. Dort sagte die Regierung zu, die Treibhausgas-Emissionen gegenüber 1990 bis 2010 um sechs Prozent zu senken. Stattdessen weisen die jüngsten Statistiken für 2004 einen Anstieg von 7,4 Prozent aus.

Das Umweltministerium stellte die Heizungen am Dienstag für eine Woche ab. «Wir können uns keinen heissen Tee mehr machen», berichtete Sprecher Shishido. «Aber ich hole mir in der Mittagspause einen Kaffee bei Starbucks». (dapd)

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