Aktualisiert 03.01.2016 12:49

MexikoFrisch gewählt, schon erschossen

Eine mexikanische Politikerin wurde wenige Stunden nach Amtsantritt Opfer eines Gewaltverbrechens. Kurz zuvor hatte sie der organisierten Kriminalität den Kampf angesagt.

von
chi
Wollte das organisierte Verbrechen bekämpfen: Die ermordete Bürgermeisterin von Temixco, Gisela Mota, am 2. Januar 2016.

Wollte das organisierte Verbrechen bekämpfen: Die ermordete Bürgermeisterin von Temixco, Gisela Mota, am 2. Januar 2016.

Keystone/EPA

Nach nicht einmal 24 Stunden im Amt ist die Bürgermeisterin der zentralmexikanischen Stadt Temixco ermordet worden. Mehrere Bewaffnete seien am Samstag in das Haus von Gisela Mota eingedrungen und hätten die 33-jährige Kommunalpolitikerin erschossen, teilte die Polizei mit.


Die Regierung des Bundesstaates Morelos teilte mit, zwei der mutmasslichen Angreifer seien getötet und ein weiterer festgenommen worden. Gouverneur Graco Ramírez versicherte, es werde in dem Fall «keine Straflosigkeit» geben.

Das rund 90 Kilometer von Mexiko-Stadt entfernte Temixco leidet besonders stark unter der Macht des organisierten Verbrechens und unter dem Drogenhandel. Die Mitte-links-Politikerin Mota hatte angekündigt, als Bürgermeisterin gegen diese Plage anzukämpfen. Im mexikanischen Drogenkrieg wurden seit knapp einem Jahrzehnt bereits mehr als 100'000 Menschen getötet. (chi/afp)

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