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Einrasierte Scheitel und getrimmte NackenFriseur-Verband kritisiert frischfrisierte Profifussballer

Die frisch geschnittenen Haare etlicher Fussballer in Deutschland stossen Vertretern der Branche sauer auf. Die Coiffeur-Salons sind nämlich seit dem 16. Dezember im ganzen Land geschlossen.

Seit Wochen sind die Coiffeur-Salons in Deutschland dicht. 

Seit Wochen sind die Coiffeur-Salons in Deutschland dicht.

Getty Images/iStock

Darum gehts

  • Ein Grossteil der Bundesliga-Profis präsentierte sich am Wochenende mit frischer Frisur.

  • Das sorgt für Kritik vom Verband des Deutschen Friseurhandwerks.

  • In Deutschland sind alle Coiffeur-Salons seit Mitte Dezember geschlossen.

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks hat in einem offenen Brief an den Deutschen Fussball-Bund seinen Unmut über frischfrisierte Fussballprofis geäussert. Denn: In Deutschland sind alle Coiffeur-Salsons seit dem 16. Dezember geschlossen. Auch Hausbesuche sind verboten. Wie die «Bild»-Zeitung zunächst berichtete, heisst es in dem an DFB-Präsident Fritz Keller gerichteten Schreiben: «Mit grosser Verwunderung mussten wir daher an den vergangenen Spieltagen feststellen, dass ein Grossteil der Fussballprofis sich mit frischgeschnittenen Haaren auf dem Platz präsentierte: Einrasierte Scheitel, auf wenige Millimeter getrimmtes Nacken- und Schläfenhaar, saubere Konturen. Frisuren, die nur professionelle Friseurinnen und Friseure mit Profi-Equipment schneiden können.»

Damit sei eine ganze Branche unter Druck gesetzt geworden. «Viele Friseurbetriebe sind in ihrer Existenz bedroht, Beschäftigte und Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber müssen derzeit mit Kurzarbeitergeld oder ganz ohne Einkommen zurechtkommen. Der Unmut gegenüber topgestylten Fussballern, und in der Folge Kundenanrufen, die zu Schwarzarbeit und Regelverstössen wie Hausbesuchen überreden wollen, wächst», heisst es weiter in dem offenen Brief. Es sei ein grosses Privileg, dass der Profifussball während einer Pandemie weiter stattfinden dürfe. «Wir appellieren daher an Sie und den DFB: Zeigen Sie in Zeiten wie diesen Solidarität und setzen Sie mit uns ein Zeichen gegen Schwarzarbeit. Lassen Sie uns den Weg der Pandemiebekämpfung gemeinsam gehen.»

(DPA)

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