Zürcher Taxiverbot: Frist für Taxi-Verbot gefordert
Aktualisiert

Zürcher TaxiverbotFrist für Taxi-Verbot gefordert

Der Entzug der Parkbewilligung für deutsche Taxifahrer am Zürcher Flughafen soll bis 2011 ausgesetzt werden, fordert ein deutsch-schweizerisches Wirtschafts-Netzwerk.

Taxis am Flughafen Zürich.

Taxis am Flughafen Zürich.

Bis dahin soll das Transport-Verbot für deutsche Taxiunternehmen geprüft werden.

Schweizer Taxifahrer hatten in einer Petition gefordert, ein aus dem Jahr 1953 stammendes Abkommen umzusetzen. Dies verbietet Taxiunternehmen aus Deutschland, Gäste ausserhalb einer fünf- Kilometer-Zone entlang der Grenze abzuholen. Umgesetzt worden ist diese Regelung bislang nie.

Die deutschen Taxifahrer haben nun eine Aufforderung erhalten, ihre Parkgenehmigung für den Zürcher Flughafen umgehend zurückzugeben. Dagegen wehrt sich das Netzwerk «Wirtschaft am Hochrhein», wie die Industrie- und Handelskammern Hochrhein-Bodensee (IHK) am Freitag mitteilte. Bis die Stadt Kloten das Verbot ordnungsrechtlich umsetze, solle auch auf den Entzug der Parkbewilligungen verzichtet werden.

Die zuständigen Verkehrsministerien Deutschlands und der Schweiz hätten dann ausreichend Zeit, das Verbot aus der Nachkriegszeit auf Vereinbarkeit mit den bilateralen Verträgen zu prüfen. Auch die Möglichkeit einer Kündigung und Neuverhandlung könnte erwogen werden.

«Wir brauchen nicht weniger Mobilität über die Grenze hinweg, sondern mehr - und dies am Boden und in der Luft,» heisst es in der Mitteilung. Zum Netzwerk «Wirtschaft am Hochrhein» gehören 20 Wirtschaftsorganisationen aus Deutschland, Österreich, der Ostschweiz und den Kantonen Zürich, Schaffhausen, Aargau und Basel.

(sda)

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