Skandal um Kneipe: «Fritzls Keller» soll seine Türen öffnen
Aktualisiert

Skandal um Kneipe«Fritzls Keller» soll seine Türen öffnen

In der Innenstadt von Warschau sorgt die Neueröffnung eines Kellerlokals für rote Köpfe. Denn die Kneipe «Fritzls Keller» nimmt auf das gleichnamige Inzest-Monster aus dem österreichischen Amstetten Bezug.

Die Betreiber mussten ihr ursprünglich geplantes Logo (links)leicht abändern.

Die Betreiber mussten ihr ursprünglich geplantes Logo (links)leicht abändern.

Schon vor der geplanten Eröffnung am Freitag hat die neueste Kneipe im Warschauer Stadtzentrum einen handfesten Skandal hervorgerufen. Denn das Kellerlokal soll «Fritzls Keller» heissen.

Der Name des Lokals nimmt Bezug auf den zu lebenslanger Haft verurteilten Österreicher Josef Fritzl, der seine Tochter 24 Jahre lang in einem Keller gefangen hielt und immer wieder vergewaltigte.

«Das sollte nur schwarzer Humor sein und niemandem schaden», verteidigte die Managerin im Gespräch mit einem Warschauer Stadtmagazin am Dienstag die Namensgebung.

«Diese Idee muss man stoppen»

Auf der Facebook-Seite des Lokals hatten bis zum Nachmittag schon mehr als 100 Menschen ihre Teilnahme an der Kneipeneröffnung angekündigt. Andere protestierten gegen den Namen des Lokals.

Der Ombudsmann für Kinder protestierte am Dienstag. «Von einem Skandal zu sprechen, ist noch untertrieben», sagte Marek Michalak. «Diese Idee muss man stoppen.»

Der Eigentümer des Kellerlokals zeigte sich im Gespräch mit der Online-Ausgabe der «Gazeta Wyborcza» am Dienstag gesprächsbereit. «Ich will keinen Krieg», sagte er. «Das Marketingziel ist schliesslich schon erreicht.» (sda)

Deine Meinung