11.06.2015 08:24

Überraschender Fund

Frosch hat einen echten Frosch im Hals

Was er im Hals eines Schmuckhornfroschs entdeckte, versetzte einen deutschen Forscher in Erstaunen. Denn genau dort steckte ein Artgenosse des kleinen Kerls.

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Dass der Schmuckhornfrosch den Hals so voll nehmen kann, dass er selbst seinesgleichen verschlingen kann, sieht man ihm nicht an.

Dass der Schmuckhornfrosch den Hals so voll nehmen kann, dass er selbst seinesgleichen verschlingen kann, sieht man ihm nicht an.

PD
Doch genau das kann er, wie diese Aufnahmen aus dem Computertomografen eindrucksvoll beweisen.

Doch genau das kann er, wie diese Aufnahmen aus dem Computertomografen eindrucksvoll beweisen.

Thomas Kleinteich, CAU

Wenn das Sprechen zur Qual wird, sprechen viele Menschen von einem Forsch im Hals. Auch der Kieler Biologe Thomas Kleinteich dürfte das bis anhin getan haben. Ob ihm der Satz jedoch jemals wieder ohne Stocken über die Lippen geht, ist unklar. Denn für ihn hat er neuerdings noch eine zweite Bedeutung.

Eigentlich hatte er die Hafteigenschaften von Amphibienzungen untersuchen wollen. Deshalb schob er in Alkohol eingelegte Museumspräparate von Schmuckhornfröschen in einen Computertomografen. Die Tiere sind bekannt für ihre extrem haftstarken Zungen, die sie auch zum Fangen von grossen Tieren brauchen.

Futter so gross wie der Frosch selbst

Was er bei der Auswertung entdeckte, überraschte ihn trotzdem sehr. Denn im Innern des Frosches befand sich noch ein weiteres Exemplar, den Ersterer allem Anschein nach zum Fressen gern gehabt hatte.

«Es ist schon lange bekannt, dass Schmuckhornfrösche sehr grosse Beutetiere fressen können», zitiert die Hochschule Kleinteich. Wie gross diese sein können, sei allerdings bisher offen gewesen.

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