Aktualisiert 23.10.2003 12:24

Früher Wintereinbruch

In der Westschweiz fällt der Schnee bis in tiefe Lagen. Weitere Schneefälle in der übrigen Schweiz werden für den Abend erwartet.

Wegen des frühen Wintereinbruchs hat das UVEK den Einsatz von Spikes eine Woche früher als üblich erlaubt.

Zunächst war vor allem die Westschweiz vom Wintereinbruch betroffen. So war am Donnerstagmittag die Autobahn A12 zwischen Vaulruz (FR) und Chatel-St-Denis (FR) eingeschneit. Trotz der schneebedeckten Strassen und Temperaturen um den Gefrierpunkt kam es aber vorerst zu keinen Unfällen, wie eine Sprecherin der Freiburger Kantonspolizei auf Anfrage sagte. Für den Donnerstagabend erwarteten die Meteorologen auch in der übrigen Schweiz Schnee bis in tiefe Lagen.

Betroffen vom Wintereinbruch sind auch zahlreiche Alpenübergänge. So haben der Grosse St. Bernhard und der Susten bereits Wintersperre. Vorübergehend gesperrt waren Furka, Nufenen und San Bernardino. Während der Nacht werden zudem Grimsel, Gotthard und Klausen gesperrt. Schneeketten wurde zudem am Forcola di Livigno für obligatorisch erklärt. Schneebedeckt waren die Pässe Albula, Bernina, Flüela, Lukmanier, Mosses, Oberalp, Pillon, Umbrail und Vue des Alpes.

Wegen des frühen Wintereinbruchs hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) den Einsatz von Reifen mit Spikes ab sofort erlaubt. Normalerweise sind die mit Hartmetallstiften verstärkten Pneus erst ab dem 1. November zugelassen, wie das Bundesamt für Strassen am Donnerstag mitteilte. Sie dürfen an leichten Motorwagen, Motorrädern sowie an Leicht, Klein- und dreirädrigen Motorfahrzeugen samt Anhängern verwendet werden. Die Höchstgeschwindigkeit für Fahrzeuge mit Spikes-Reifen beträgt 80 Kilometer pro Stunde. Auf Autobahnen dürfen sie mit Ausnahme der A13 zwischen Thusis und Mesocco und dem Gotthardstrassentunnel nicht benützt werden.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.