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SchulbeginnFrühfranzösisch für 8000 Berner Drittklässler

Ab Montag gilt es für 8000 Drittklässer im deutschsprachigen Teil des Kantons Bern ernst: Sie beginnen zwei Jahre früher als ihre Vorgänger mit dem Französischunterricht.

Neu wird im Kanton Bern ab der dritten Klasse Französisch gebüffelt.

Neu wird im Kanton Bern ab der dritten Klasse Französisch gebüffelt.

Das neue Schuljahr, das am kommenden Montag im Kanton Bern beginnt, bringt der bernischen Volksschule eine gewichtige Änderung: Neu beginnt der Französisch-Unterricht schon in der 3. statt in der 5. Klasse.

Knapp 8000 Drittklässler im deutschsprachigen Kantonsteil werden nach den Sommerferien erste Französisch-Kenntnisse sammeln. Vorgesehen sind drei Lektionen pro Woche. Rund 600 Lehrerinnen und Lehrer haben sich mit Weiterbildungskursen auf ihre neue Aufgabe vorbereitet.

Zusätzlich haben viele freiwillig Sprachkurse besucht, Sprachdiplome und Sprachaufenthalte gemacht. «Ich bin beeindruckt vom grossen Einsatz, den die Lehrkräfte leisten», sagte Erziehungsdirektor Bernhard Pulver am Donnerstag vor den Medien in Bern.

Bern wollte lieber Frühfranzösisch als Frühenglisch

Die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren fällte 2004 den Entscheid, den Fremdsprachenunterricht in der Volksschule überall in der Schweiz vorzuverlegen. Die Kenntnis von Fremdsprachen habe in der modernen westlichen Gesellschaft eine immer grössere Bedeutung, hiess es zur Begründung.

Während gewisse Kantone auf Frühenglisch setzen, entschieden sich die sechs sogenannten Passepartout-Kantone Bern, Freiburg, Wallis, Solothurn und die beiden Basel für Frühfranzösisch, wobei in Deutschfreiburg und dem Oberwallis schon lange ab der 3. Klasse Französisch unterrichtet wird.

Frühfranzösisch im Kanton Bern bedeutet für die Schülerinnen und Schüler ein neues Lehrmittel - «Mille feuilles» statt «Bonne Chance». Auch erhöht sich in den 3. Klassen die Lektionenzahl von bisher 27 auf 29 pro Woche. (sda)

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