Nach Fink-Abgang: Frust und Verständnis bei den Fans

Aktualisiert

Nach Fink-AbgangFrust und Verständnis bei den Fans

Der rasche Abgang von FCB-Trainer Thorsten Fink hat viele Fans schwer enttäuscht. Andere sind zwar traurig, können ihn aber auch verstehen.

von
Jonas Hoskyn
Adieu, Basel: Thorsten Fink packt seine Sachen.

Adieu, Basel: Thorsten Fink packt seine Sachen.

«Schmutzfink», «Schande», «Lump» – die FCB-Fans liessen gestern Morgen ihrer Enttäuschung im FCB-Forum freien Lauf. Besonders der Abgang durch die Hintertür stiess viele vor den Kopf. «Ich kann den Wechsel verstehen, aber nicht auf diese Art», so Markus Vogel, Präsident des Fanklubs Bebbi und Geschäftsführer des Fanshops am Bahnhof. «Ich hatte erwartet, dass er bis im Winter bleibt und einen sauberen Abgang macht.»

In einem Punkt waren sich am Donnerstag alle einig: «Als Trainer ist er ein Riesenverlust», so Fussballlegende Karli Odermatt. «Aber es ist ein Superangebot, und Wechsel gehören halt auch zum Fussball.» Regierungspräsident Guy Morin sieht auch das Positive: «Es ist doch auch eine Auszeichnung, was für gute Leute der FCB hat.» Und auch Michael Flume, der vor einem Jahr eine FCB-DVD produziert hatte, stellt sich hinter Fink: «Man darf nicht vergessen, was er für den FCB in den letzten zwei Jahren geleistet hat», sagt er. «Jetzt zu gehen ist besser, als hierzubleiben und dann ausgepfiffen zu werden.»

«Ich bin mir bewusst, dass ich viele enttäuscht habe», so Fink gegenüber 20 Minuten, als er im Joggeli seine letzten Sachen holte. Er habe sich den Entscheid nicht leicht gemacht. «Ich wäre gerne noch bis im Winter geblieben, aber dann hätte man sich immer gefragt, ob ich mit dem Kopf noch richtig beim FCB bin.»

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