Fu Manchu geben wieder Gas
Aktualisiert

Fu Manchu geben wieder Gas

Fu Manchu «Start the Machine», DRT/MV. Um es vorwegzunehmen: Trotz Ausstieg von Drummer Brant Bjork (ex Kyuss) ist bei Fu Manchu alles beim Alten geblieben.

Die Jungs aus Kalifornien haben in den letzten drei Jahren seit «California Crossing» nichts an Schwung eingebüsst und rocken mit dem neuen Drummer Scott Reeder 12-mal drei Minuten nach vorne, was geht. Nicht wirklich innovativ, aber sehr effektiv.

Auf die für die Stoner-Rocker so typischen Viertel-Schläge auf der Cowbell muss man allerdings ganze drei Songs warten. Der druckvolle Opener «Written in Stone» und das darauf folgende «I Can't Hear You» überbrücken die Wartezeit jedoch bestens und chauffieren die Hörerschaft in die Welt Fu Manchus, wo seit 1990 Gitarren und Muscle Cars den Ton angeben. Gebremst wird für nichts und niemanden – schon gar nicht, um irgendwelche Trends zu erwischen.

Zwar wird auch diese Einbahnstrasse einmal enden, doch solange ihr V8 röhrt wie auf «Start the Machine», cruisen Fu Manchu wohl weiter auf dem Wüsten-Highway. Die Überholspur sollten sie jedoch besser den Queens of the Stone Age überlassen, die mit ihrem neuen Album «Lullabies to Paralyze» schon in den Startlöchern stehen.

Olivier Joliat

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