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Fuchspelze tragen statt verbrennen

Mit einer eigenen Kollektion wollen Jagdverbände und SwissFur erreichen, dass nicht mehr der Grossteil der durch Jagd anfallenden Fuchsfelle unbenutzt verbrannt wird.

Um einen gesunden Fuchsbestand und das Gleichgewicht der Natur zu erhalten, haben die Schweizer Jäger den Auftrag, jährlich etwa 40 000 Rotfüchse zu erlegen. Ein Grossteil der Felle wird heute jedoch immer noch ungenutzt verbrannt.

Der Pelzfachverband SwissFur und die Jäger wollen die sinnvolle Verwertung der rotbraunen Felle fördern: SwissFur kaufte Felle auf, die von Kürschnern verarbeitet und als solche deklariert wurden. Die erste Kollektion «Made by SwissFur» der Designerin Petra Hanic wurde am Dienstag den Medien vorgestellt.

Europaweite einheitliche Deklaration

Eingeführt wird laut SwissFur-Präsident Jacques Sinz zudem eine europaweite einheitliche Deklaration von Pelzprodukten. Auf den am Pelz angenähten Etiketten stehen die Bezeichnung «Echter Pelz», die Fellbezeichnung in mehreren Sprachen sowie Pflegeinformationen.

Käufer von «Made by SwissFur» erhalten gemäss Sinz zudem ein schriftliches Zertifikat mit Angaben zur Herkunft, Gewinnung, Veredelung, Art der Verarbeitung und Modellbeschrieb des Pelzes.

STS: Zuchtpelze als solche deklarieren

Dem Schweizer Tierschutz (STS) reicht dies nicht: Er fordert SwissFur in einem Communiqué auf, auch die Pelze von Zuchttieren zu kennzeichnen. Der Pelzfachhandel lebe schliesslich nicht von den paar verarbeiteten Fuchsfellen, sondern von tausenden importierter Felle von Zuchttieren.

Die Pelzbranche verpasse es seit Jahren, ihren Einfluss bei den Pelztierfarmen wahrzunehmen, wo immer noch grausame Bedingungen herrschen. Pelztragen sei zwar wieder in Mode, dennoch bleibe Pelztragen Gewissensfrage. (sda)

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